#34 EdM

Einzelgespräche als Intervention während einer Mediation

Einzelgespräche. Teil 2

Episoden der Mediation.

Der Podcast zu den praktischen Fragen zur Mediation und des Konfliktmanagements.

Zusammenfassung

In der aktuellen Episode des Mediation-Podcasts gehe ich auf das Thema der Einzelgespräche während einer Mediation ein. Diese Gespräche finden zwischen der Mediationsperson und jeder Konfliktpartei statt; sie sind wegweisend für den Verlauf der Mediation, da sie strukturelle Interventionen darstellen, die eine andere Dynamik erzeugen, als das Gespräch im Plenum. Die Einzelgespräche können in verschiedenen Szenarien wie synchronen Online-Mediationen oder während der direkten Mediationssitzungen eingesetzt werden. Der Gesetzgeber unterstützt diese Praxis ausdrücklich im § 2 Absatz 3 Satz 3 MediationsG, wodurch diese Gespräche in der Mediation rechtlich legitimiert sind, auch wenn sie in der Vergangenheit umstritten waren.

Wir betrachten die Rolle der Einzelgespräche in unterschiedlichen Kontexten der Mediation. Zunächst beleuchte ich, dass solche Gespräche oft dann notwendig werden, wenn die Konfliktparteien in einer sogenannten Verhandlungssituation feststecken – einem Deadlock, in dem keine Fortschritte erzielt werden. In meiner Praxis hatte ich den Fall, dass sich zwei Mitarbeiter und ihre Führungskraft trotz laufender Gerichtsverfahren und Abmahnungen entschieden, die Mediation fortzusetzen. Nach der Anregung von Einzelgesprächen stellte sich heraus, dass nicht nur Missverständnisse, sondern auch Ängste bezüglich des Gerichtsverfahrens vorlagen, die letztlich die Fortsetzung der Mediation behinderten.

Ein weiterer Aspekt sind die Grenzen des Verhandlungsspielraums, die oft in Gruppengesprächen schwer zu ermitteln sind. In solchen Fällen helfen Einzelgespräche, indem sie es ermöglichen, die Schmerzgrenzen der Konfliktparteien zu erfragen, ohne dass dies der anderen Seite einen Vorteil verschafft. Durch das Einholen dieser Informationen in Einzelgesprächen kann der Mediator den Verhandlungsspielraum abstecken und die Parteien darüber informieren, ohne das Gleichgewicht zu stören.

Schutz und Respekt sind ebenfalls entscheidende Faktoren, die mich dazu veranlassen, Einzelgespräche in bestimmten Situationen vorzuschlagen. Oft habe ich beobachtet, dass jemand emotional an einem Grenzpunkt steht, was eine direkte, konfrontative Ansprache in der Gruppe schwierig macht. In Einzelgesprächen kann ich sensibel auf diese Themen eingehen und den betroffenen Parteien helfen, Unterstützung außerhalb der Mediation in Betracht zu ziehen. Diese Möglichkeit eröffnet den Konfliktparteien oft die Chance, ihre innere Haltung zu klären und Entscheidungen zu treffen, die sie im Gruppengespräch möglicherweise nicht aussprechen würden.

Ein weiterer kritischer Punkt, den ich anspreche, sind die Zeiten, in denen das Mediationsgespräch eskaliert. Starke Emotionen können den Dialog schnell in eine verletzende Richtung lenken. Hier können Einzelgespräche als wertvolles Instrument dienen, um Abstand zu schaffen und die Dynamik zu reflektieren. In meiner Praxis war ich Zeuge, wie in solchen Einzelgesprächen Konflikte entschärft werden konnten, indem ich als Mediator gezielt auf die Ursachen der Eskalation einging und die Parteien dazu anregte, ihre Positionen neu zu überdenken.

Ich schließe mit einer Einladung an alle Mediatoren, ihre eigenen Erfahrungen mit Einzelgesprächen zu reflektieren und zu teilen. Diese Methode kann sowohl den Weg für neue Erkenntnisse ebnen als auch Hindernisse in bestehenden Mediationsprozessen überwinden. Im nächsten Podcast werde ich auf die Rolle der Einzelgespräche zum Abschluss einer Mediation eingehen.

Kapitel

0:11 – Willkommen zum Podcast
0:23 – Einzelgespräche während der Mediation
4:13 – Anlässe für Einzelgespräche
11:09 – Ermutigung durch Einzelgespräche
13:54 – Schutz und Respekt in Einzelgesprächen
14:20 – Deeskalation durch Einzelgespräche
17:45 – Deine Erfahrungen mit Einzelgesprächen

vollständiges Transkript der Episode

[0:04]Herzlich Willkommen zu den Episoden der Mediation, dem Podcast von INKOVEMA
[0:11] Willkommen zum Podcast
[0:08]zu den praktischen Fragen der Mediation des Konfliktmanagements. Ich bin Sascha Weigel und erläutere in diesem Podcast Fallfragen aus meiner Mediations- und konfliktberaterischen Praxis.
[0:23]
Einzelgespräche während der Mediation
[0:18]Das ist Folge 34, Einzelgespräche während einer Mediation. Also Gespräche der Mediationsperson mit jeder Konfliktpartei für sich einzeln ohne die andere Konfliktpartei und das Ganze im Verlauf der Mediation, wenn also schon das Verfahren begonnen hat. Es handelt sich also häufig um eine strukturelle Intervention und wechselt das Setting. In der vergangenen Episode hatte ich ja über Vorabgespräche oder Vorgespräche mit den Konfliktparteien gesprochen, die noch nicht Medianten waren, das Mediationsgespräch also noch nicht stattgefunden hat, sondern diese Einzelgespräche, dieses Mediationsgespräch an einem Tisch ermöglichen sollte.
[1:08]Einzelgespräche als Intervention im Verlauf einer Mediation sind natürlich auch in synchronen Online-Mediationen denkbar, dass also dann in Breakout-Sessions einzeln miteinander gesprochen wird. Einzelgespräche im Verlauf einer Mediation sind auch der gesetzgeberische Anwendungsfall für § 2 Absatz 3 Satz 3, der diese solche Gespräche ausdrücklich erwähnt und erlaubt. Zum einen ist das also der Standardfall, dass während dieser Mediationsgespräche dann herausgebrochene Einzelgespräche stattfinden. Zum anderen aber auch, sagt dieser Paragraf alleine mit seiner Existenz, dass das eine Besonderheit ist, weil der ideale Mediationsverlauf an einem Tisch stattfindet.
[1:59]Der Gesetzgeber wollte aber mit der Norm klarstellen, dass solche Gespräche erlaubt sind. Denn einst waren solche Einzelgespräche unter Mediatorinnen in der sogenannten Mediationsszene durchaus umstritten. Und das nicht ganz unheftig. An den Rändern dieser Diskussion um Einzelgespräche erschienen Einzelgespräche einerseits als verbannungswürdig, die das Wesen der Mediation geradewegs verneinen, wenn nicht sogar verraten. Und auf der anderen Seite waren es genau diese Einzelgespräche, auf die die Mediatoren geschwört haben, dass dadurch der Konflikt überhaupt lösbar ist.
[2:43]Ohne auf die Facetten und Schattierungen dieser Diskussion einzugehen, ist aber lohnenswert zu sehen, dass Einzelgespräche als Instrument für den Mediator etwas Herausragendes sind im Vergleich zur Richterperson. Für den sind sie geradewegs verboten. Das ist also ein echter struktureller Unterschied, den es zwischen dem Mediationsverfahren und einem Gerichtsverfahren festzuhalten gilt. Ob es zu Einzelgesprächen kommt, hängt also zum einen von der Mediationsperson ab, zum anderen natürlich aber auch von den Konfliktparteien, die darin zustimmen müssen. Und als drittes hängt es natürlich auch vom Kontext ab. Also es gibt weitere Stakeholder der Konfliktbearbeitung, zum Beispiel die Organisation, die die Mediation beauftragt hat bei einer Organisationsmediation und auch diese hat Erwartungen und nicht selten ist es auch die Erwartung, zunächst mal mit den einzelnen Parteien, die sich schon lange streitend am Arbeitsplatz befinden, dass mit denen gesprochen wird. Dass das Gesetz solche Einzelgespräche erlaubt, heißt noch lange nicht, dass sie aus Mediationssicht immer klug sind. Das gilt es im Einzelfall aus mediativer, professioneller Sicht herauszufinden und manchmal auch zu testen.
[4:13]
Anlässe für Einzelgespräche
[4:13]Ich möchte im Folgenden drei Anlässe für Einzelgespräche, die mir wichtig sind, benennen und damit auch ein bisschen Einblick in meine mediatorische Praxis geben, in die Fälle, in die Fallkonstellationen, in denen ich Einzelgespräche halt erbeten, angefragt, angeregt habe. Typisch für Einzelgespräche, die während einer Mediationsverhandlung durchgeführt werden, ist ein Verhandlungstodpunkt. Also ein sogenannter Deadlock. Die Konfliktparteien stocken, kommen nicht weiter, drehen sich im Kreis, bleiben aber letztlich auf der Stelle.
[4:55]Und da können Einzelgespräche den nächsten Schritt in eine konstruktive Richtung ermöglichen. Ich erinnere hier an den Fall, der mir da auch in den Sinn kommt, den ich schon mal in einer anderen Episode dargelegt habe, als zwei Konfliktparteien, die ihres Zeichens Mitarbeiter und Führungskraft einer Organisation waren, die die Mediation auch beauftragt hat, kamen zu einer weiteren Sitzung und es stellte sich raus, dass in der Zwischenzeit eine weitere arbeitsrechtliche Abmahnung erteilt wurde. Es wurde Klage gegen diese Abmahnung schon erhoben und es war auch schon ein Gerichtstermin anberaumt. Aber es war von beiden Seiten nicht die Beendigung der Mediation erklärt worden. Das wäre ohne Begründung möglich gewesen. Mit dem Gerichtstermin oder mit der Abmahnung oder mit dem, was vorgefallen ist, wäre das natürlich aber auch sofort einsichtig gewesen. Aber nein, beide Parteien saßen da, waren verabschiedet, Wären bei Gericht auch anderweitig vertreten worden und wollten die Mediation fortführen.
[6:07]So zumindest die Erklärung im Dreiergespräch. Ich regte dann Einzelgespräche an, auch weil ich persönlich meine Bedenken hatte, die Mediation fortzuführen und damit in zwei Verfahren denselben Konflikt bearbeiten, wenn auch in unterschiedlicher Sprache und mit unterschiedlichen Instrumenten. Und es stellte sich dann auch in den Einzelgesprächen heraus, was ich vermutet hatte, dass also auch eine Befürchtung besteht, wer die Mediation hier beendet, hat bei Gericht schlechtere Karten.
[6:46]Ich habe dann die Mediation aus meiner professionellen Sicht beendet, damit den Weg freigemacht, das Konfliktverhältnis bei Gericht vollständig zu bearbeiten, ohne Kraft- und Reibungsverluste, weil man immer noch mal taktieren konnte in einem anderen Verfahren. So meine Überlegung, und das hätte auch durchaus anders ausgehen können, dass ich also als Mediator aufgrund dessen, was ich beobachte und höre in der Mediation, Die These entwickle, hier wird was nicht zur Sprache gebracht, ist eine klassische Situation, die zu Einzelgesprächen führen kann. Manchmal reicht eine Pause und manchmal sind es ausdrücklich Erfragte, Erbetene und auch im Einverständnis aller dann durchgeführte Einzelgespräche. Typisch für diese Konstellation ist auch die klassische Verhandlungssituation, dass unbekannt ist, ob es überhaupt einen Verhandlungsspielraum gibt und welche Schmerzgrenzen die jeweiligen Personen, die jeweiligen Verhandlungsgegner haben.
[7:58]Aus denen man schlussfolgern könnte, ob es sich überhaupt verlohnt hier zu verhandeln. Diese Schmerzgrenzen können aber auch nicht in der Mediationsrunde angefragt werden, weil das der anderen Seite sofort einen Vorteil in die Hände spielen würde, wenn er das wüsste. Und das ist auch ein klassischer Verhandlungstodpunkt, den die anwesende Mediationsperson dadurch beheben kann, dass sie in Einzelgesprächen sich die aktuell gegenwärtigen Schmerzgrenzen ziffernmäßig benennen lässt und dann lediglich die Information vorher vereinbarungsgemäß ausgehandelt, dann den Beteiligten mitteilt, ob es einen Verhandlungsspielraum gibt, keinesfalls aber die Schmerzgrenzen benennt. Auch das hatte ich hier schon mal in einer Episode ausführlich behandelt. Diese Konstellation hilft also auch, einen Anlass für Einzelgespräche herauszufiltern oder eben mit der Methode, dass auf Zetteln die Summen geschrieben werden und dann geheim dem Mediator zugesteckt wird. Also ein Einzelgespräch schriftlicher Art.
[9:20]Eine andere Situation habe ich in einem anderen Fall erlebt. Auch da ging es aber um die Trennung eines Ehepaares, das sich über Trennungs- und Umgangsregeln gestritten hat. Und die Diskussionen derart im Kreis verliefen und auch eskalierend verliefen, dass ich die Vermutung hegte, da ist noch mehr. Ich wollte das aber auch nicht so konfrontativ ansprechen, weil ich nicht wusste, was dieses Meer war und bei wem es zutraf, sodass ich in Einzelgesprächen also ein Stück langsamer und vorsichtiger vorgegangen bin und das angeregt habe. Er hat genügend Argumente, dass das im Kreis drehen, also jedem einsichtig war und die Idee, dass Einzigespräche dort herausführen könnten. Und tatsächlich hatte dann auch eine der Personen schon viel weitergehende Entscheidungen für sich getroffen. Die Einfluss hatten eben auf die Inhalte, die da ausgehandelt wurden in der Mediation und hatten einfach noch nicht den Mut gefunden, diese zu benennen.
[10:34]Über den Umweg der Einzelgespräche wurde dann der Mut aufgebracht. Das Einzelgespräch war ermutigend, dass dann auch die Informationen, die getroffenen Entscheidungen mitgeteilt wurden. Und das löste bei aller Betroffenheit, die das dann auch auslöste, jedenfalls den Verhandlungsweg und die Parteien konnten dann über die Dinge sprechen, die tatsächlich die Grundlage ihrer Gespräche waren, weil jetzt beide Seiten das wussten.
[11:09]
Ermutigung durch Einzelgespräche
[11:10]Diese Ermutigungsfunktion von Einzelgesprächen findet also nicht nur am Beginn einer Mediation statt, wie ich in der letzten Episode ausgeführt habe, also um die Mediation zu ermöglichen, sondern sie ermöglicht auch, Hindernisse während einer Mediation zu überwinden, die ansonsten in solchen Verhandlungstodpunkten sich festfahren würden. Und damit habe ich auch schon ein zweites Kriterium angesprochen, das mich zu Einzelgesprächen überlegen lässt, nämlich Schutz und Respekt. Sowohl bei dem eben geschilderten Fall, wo ich nicht sicher war, wen betrifft es, und dann bin ich lieber mal vorsichtiger.
[11:53]Ist das aber auch ganz ausdrücklich bei konkreteren Thesen und Überlegungen, die ich Hege als Mediator angebracht, dann aus Schutz und Respekt in Einzelgesprächen das Thema meinerseits anzusprechen. Wenn ich also in der Mediation die Idee entwickle, Oh, hier ist jemand an einem persönlichen Grenzpunkt angekommen. Hier versagen alle Resilienzmechanismen und hier ist ein Kipppunkt da oder es könnte ein Kipppunkt werden, wo die Person dauerhaft ausfällt, nicht mehr in der Lage ist, die Mediation durchzuführen oder auch überhaupt die Arbeit durchzuführen, wenn es im Kontext einer Arbeitsplatzstreitigkeit ist. Oder aber auch das, was ansteht bei einem Trennungs- und Scheidungsverfahren.
[12:48]Dann frage ich das in aller Regel in Einzelgesprächen an. Was ist die Frage konkret? Das ist ganz häufig, gibt es Unterstützung außerhalb der Mediation?
[13:00]Sind sie für die Mediation, für die Trennungs- und Fragen, die eine solche Scheidungsmediation mit sich bringt, gut gewappnet? Sind sie beratend unterstützt? Oder aber auch die Überlegung, über therapeutische Begleitung nachzudenken? Wenn Lebenskonzeptionen in Frage stehen, dann zieht es doch dem einen oder anderen den Boden unter den Füßen weg. Und weil ich selbst keine Diagnosen stellen kann als Nicht-Arzt und Nicht-Therapeut, ist es dennoch meine Aufgabe, gerade deswegen diese Überlegung anzuregen und auch gegebenenfalls die Mediation abzusichern, dass dort ausreichend Unterstützung gegeben ist, außerhalb der Mediation.
[13:54]
Schutz und Respekt in Einzelgesprächen
[13:54]Diese Themen würde ich auch nicht oder nur unter besonderen Umständen in einem Mediationssetting ansprechen, also in Anwesenheit anderer Beteiligter, sondern suche dann dort eher auch den Schutz eines Einzelgesprächs. Ganz ähnlich wäre auch die dritte Konstellation, wenn das Einzelgespräch dazu dienen soll, die Gespräche zu deeskalieren.
[14:20]
Deeskalation durch Einzelgespräche
[14:20]Es ist selten, zumindest in meiner Praxis, aber es kommt vor, dass auch Mediationsgespräche eskalieren, die Parteien nicht nur einfach klare und harte und klärende Worte sagen, das ist immer möglich und auch sinnvoll, sondern dass sie auch derart eskalieren, dass sie verletzen, dass sie Dinge sagen, die sie sonst nicht sagen würden, aber praktisch die Pferde mit ihnen durchgehen und das Mediationssetting keine Distanz und Reflexion zur Konfliktsituation und zur Klärungsfrage ermöglicht.
[15:03]Das kommt vor und geht manchmal schneller, als man schauen kann, dass man diese Dinge dann auch zu hören bekommt. Und dann ist nicht nur eine Pause sinnvoll, in denen man die Parteien dann für sich belässt oder bestenfalls, wenn sie zu zweit oder mit anwaltlicher Beratung, Begleitung dabei sind, sich dann nochmal stärken können, sondern dass die Pause dieses Mediationssetting betrifft und den Einzelgesprächen Distanz- und Reflexionsgewinn ermöglicht werden.
[15:39]Eine Spielart dieser Eskalation, die dann in Einzelgesprächen reflektiert werden kann und wieder auch nüchtern betrachtet werden kann von den Beteiligten, ist zum Beispiel in Arbeitsplatzstreitigkeiten, die jetzt zwischen Betriebsrat und HR oder Geschäftsführungsvertretungen dann ausgeführt werden. Wenn also Gruppen von Personen auf den einzelnen Konfliktparteiseiten stehen und dann innerhalb dieser Gruppendynamiken stattfinden, die eskalierend wirken im Mediationsgespräch. Manchmal glauben bestimmte Funktionsträger sowohl auf der Hierarchieseite als auch auf der Betriebsratsseite, sie müssten besonders aggressiv oder deutlich werden, damit sie glaubwürdig auch vor ihrer eigenen Klientel dastehen. Und diese Eskalationsdynamik lässt sich dann schwer in diesem Mediationssetting handeln, sondern kann dann im Rahmen von Einzelgesprächen geklärt werden und manchmal auch von Einzelgesprächen innerhalb der Gespräche mit einer einzelnen Seite. Dass also die Verhandlungsführer auch nochmal in einem persönlichen Gespräch angesprochen werden, bei dem die Beteiligten dieser Verhandlungsgruppe eben nicht dabei sind.
[17:08]Das sind also drei Konstellationen, die mich bewegen, Einzelgespräche anzuregen, dass ich die These habe, bestimmte Informationen werden hier vorenthalten, dass ich aus Schutz und Respekt eher in einem Einzelgespräch bestimmte Themen anspreche, meinerseits, als aber auch zur Deeskalation sozusagen als eine stärkere Intervention, als nur eine Pause anzuregen, dann doch nochmal in einem Einzelgespräch.
[17:38]Die Personen direkt ansprechen kann, Verbindungen aufnehmen kann und schauen kann, was steckt hinter der Eskalation.
[17:45] Deine Erfahrungen mit Einzelgesprächen
Welche Anlässe hast du, in deinen Mediationen Einzelgespräche anzuregen, zu erfragen oder sogar auch zur Bedingung zu stellen? Lass es mich und uns wissen. Schreib mir, wie das bei dir ausschaut und ich freue mich, da von dir zu hören und das hier nochmal dann auch in der nächsten oder in einer der nächsten Episoden aufzugreifen. Das war es für heute zum Thema Einzelgespräche als Intervention während eines Mediationsverfahrens. Es fehlen jetzt hier noch in dieser ganz kleinen Reihe Einzelgespräche zum Abschluss einer Mediation. Doch darauf werde ich in einer der nächsten Episoden eingehen.
[17:46]Welche Anlässe hast du, in deinen Mediationen Einzelgespräche anzuregen, zu erfragen oder sogar auch zur Bedingung zu stellen? Lass es mich und uns wissen. Schreib mir, wie das bei dir ausschaut und ich freue mich, da von dir zu hören und das hier nochmal dann auch in der nächsten oder in einer der nächsten Episoden aufzugreifen. Das war es für heute zum Thema Einzelgespräche als Intervention während eines Mediationsverfahrens. Es fehlen jetzt hier noch in dieser ganz kleinen Reihe Einzelgespräche zum Abschluss einer Mediation. Doch darauf werde ich in einer der nächsten Episoden eingehen.