INKOVEMA-Podcast „Gut durch die Zeit“
#253 GddZ
Polarisierung der Gesellschaft?
Im Gespräch mit Prof. Nils Kumkar
geb. 1985, derzeit Lehrstuhlinhaber an der Universität Bamberg, studierte Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen und der UC Los Angeles. 2016 promovierte er an der Universität Leipzig mit einer Arbeit zu Krisenprotesten in den USA und Deutschland während der Weltfinanzkrise. Seine Forschungsschwerpunkte sind soziologische Theorie und qualitative Methoden mit Fokus auf Fragen der Wissens- und Kommunikationssoziologie und insbesondere Protest, Kritik und erlebte soziale Ungleichheit.
Kleine Reihe: Beiträge aus der Konfliktdynamik. Teil 7
Inhalt
Kapitel:
00:00 Einführung in den Podcast und die Thematik
02:59 Polarisierung in der Gesellschaft
05:44 Die Wahrnehmung von Polarisierung
08:37 Polarisierung und politische Kommunikation
11:31 Unterschiedliche Perspektiven auf Polarisierung
14:51 Die Rolle der sozialen Medien
17:43 Konsens und Konflikt in der Gesellschaft
20:42 Die Dynamik der politischen Diskussion
23:25 Schlussfolgerungen und Ausblick
28:50 Die Wirkung der Polarisierung
30:24 Polarisierung als strategisches Instrument
34:08 Politische Polarisierung und Wahlverhalten
38:49 Die Rolle der Polarisierung in der Politik
45:59 Komplexität der Polarisierung verstehen
51:45 Reflexion und Mediation in polarisierten Konflikten
54:50 Kommunikation und Konflikte
55:45 Polarisierung in der Gesellschaft
57:05 Abschluss und Ausblick
01:01:12 Mediation im Kontext gesellschaftlicher Konflikte
01:05:10 Herausforderungen der Mediation
01:07:57 Politik und Mediation
Zusammenfassung
Diese Episode des Podcasts entstammt der Kleinen Reihe „Beiträge aus der Konfliktdynamik“. Sascha Weigel und Sonja Fücker, die Mitherausgeber der Konfliktdynamik, der Fachzeitschrift für Vermittlung, Verhandlung und Entscheidung, sprechen in dieser Episode mit dem bekannten Soziologen Nils Kumkar.
Nils Kumkar ist derzeit Professor für Soziologie an der Universität Bamberg und Autor der vielbeachteten Bücher „Polarisierung. Über die Ordnung der Politik“ (2025) sowie „Alternative Fakten. Zur Praxis der kommunikativen Erkenntnisverweigerung“ (2022) und derzeit .
Sie sprechen über das viel diskutierte Phänomen der Polarisierung in der Gesellschaft. Sie beleuchten, wie Polarisierung in der politischen Kommunikation wahrgenommen wird, welche Rolle soziale Medien dabei spielen und wie diese Dynamiken die Mediation und Konfliktbearbeitung beeinflussen. Die Gesprächspartner analysieren die unterschiedlichen Perspektiven auf Polarisierung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die politische Landschaft. In dieser Diskussion wird die Komplexität der Mediation und die Herausforderungen, die mit Polarisierung und Konflikten verbunden sind, erörtert. Die Teilnehmer reflektieren über die Rolle der Mediatoren, die Notwendigkeit von Reflexion und Verantwortung in der Mediation sowie die Themen Abgrenzung und Isolation. Es wird betont, dass es keine einfachen Lösungen gibt und dass Mediatoren oft in einem Spannungsfeld zwischen Neutralität und der Notwendigkeit, bestimmte Haltungen zu vertreten, agieren müssen.
Takeaways
- Polarisierung ist ein zunehmend relevantes Thema in der Gesellschaft.
- Die Wahrnehmung von Polarisierung ist oft komplex und vielschichtig.
- Polarisierung wird häufig als gesellschaftliche Selbstbeobachtung interpretiert.
- Die Kommunikation über Polarisierung ist entscheidend für das Verständnis.
- Soziale Medien verstärken die Wahrnehmung von Polarisierung.
- Konfliktkompetenz ist notwendig, um mit Polarisierung umzugehen.
- Polarisierung hat sowohl negative als auch funktionale Aspekte.
- Die politische Landschaft wird durch Polarisierungsvorstellungen stark beeinflusst.
- Die Komplexität der Meinungen in der Bevölkerung wird oft übersehen.
- Mediation muss sich mit den Herausforderungen der Polarisierung auseinandersetzen.
- Mediation kann die Komplexität bewältigen, aber nicht an Unbeteiligte kommunizieren.
- Polarisierung kann als fruchtbare Zwischenphase in Konflikten betrachtet werden
- Es gibt keine einfachen Lösungen im Umgang mit Konflikten.
- Die Reflexion über eigene Annahmen ist entscheidend für den Erfolg der Mediation
- Mediation sollte nicht nur als edukatives Instrument betrachtet werden.
- Die gesellschaftliche Polarisierung hat reale Auswirkungen auf die Mediation.
- Die Verantwortung der Mediatoren ist es, die Dynamik von Konflikten zu verstehen.

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