INKOVEMA-Podcast „Gut durch die Zeit“

#260 GddZ

Wechsel in der Herausgeberschaft der KonfliktDynamik

Im Gespräch mit Markus Troja – Gründer und Mitherausgeber von 2012-2025

Dr. rer. pol., Partner bei trojapartner GbR, Gründer und Mitherausgeber der Fachzeitschrift Konfliktdynamik (2012-2025).

Studium der Politikwissenschaft, Wirtschaftspolitik, Kommunikationswissenschaft und Germanistik; von 1995 bis 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter in Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu demokratietheoretischen Fragen bei Umweltkonflikten; seit 1997 selbständige Tätigkeit als Mediator und Ausbilder für Mediation (BM) sowie Systemischer Coach und Teamentwickler (ISB); Tätigkeitsschwerpunkte sind Konflikte in Organisationen, zwischen Gesellschaftern sowie im öffentlichen Raum bei Planungen im Bereich Erneuerbarer Energien.

Kleine Reihe: Beiträge aus der Konfliktdynamik. Teil 8

Inhalt

Kapitel:

0:06 – Die heutige Episode im Podcast
3:17 – Markus’ ambivalente Gefühle
4:28 – Die Anfänge der Konfliktdynamik
5:59 – Die Entwicklung der Zeitschrift
11:21 – Veränderungen in der Wahrnehmung von Konflikten
20:54 – Herausforderungen und Krisen der Zeitschrift
25:56 – Der Wechsel zu Nomos Verlag
37:43 – Wünsche für die Zukunft der Konfliktdynamik
47:20 – Abschied und neue Wege
51:22 – Rückblick und Ausblick auf die Konfliktdynamik

Zusammenfassung

In dieser Episode des Podcasts werfen wir einen Blick auf den Übergang in der Fachzeitschrift Konfliktdynamik, die sich mit Konfliktmanagement und Mediation beschäftigt. Das Gespräch dreht sich um den Rücktritt von Dr. Markus Troja, dem Gründungsherausgeber, und den Wechsel zu neuen Mitherausgebern, Sonja Fücker und mir, Sascha Weigel. Markus berichtet von den Herausforderungen und Freuden, die mit der Gründung und Leitung der Zeitschrift verbunden waren, und reflektiert über den Einfluss, den sie auf das Verständnis von Konflikten in verschiedenen Bereichen hatte.

Wir diskutieren, wie Markus die Zeitschrift als sein „Baby“ betrachtet und welche ambivalenten Gefühle er angesichts seines Rücktritts hat. Während er sich einerseits Sorgen um die zukünftige Ausrichtung und die Qualität der Zeitschrift macht, fühlt er sich andererseits erleichtert, dass der Herausgeberkreis gewachsen ist und in gute Hände übergeht. Markus erzählt von den Anfängen der Konfliktdynamik, seiner eigenen Rolle in der Entwicklung und den wichtigen Entscheidungen, die zur Gründung der Zeitschrift führten.

Ein zentrales Thema im Gespräch ist die Frage, wie sich die Wahrnehmung von Konflikten über die Jahre verändert hat. Markus erörtert, dass trotz des theoretischen Wissens über die Chancen, die Konflikte bieten können, der praktische Umgang mit Konflikten oft von Ängsten und negativen Emotionen geprägt ist. Der schmerzhafte Charakter von Konflikten bleibt für die beteiligten Personen oft im Vordergrund, auch wenn es theoretisch als wichtig empfunden wird, Konflikte als Chance zu sehen.

Des Weiteren beleuchten wir die Herausforderungen des Herausgeberberufs und die Relevanz eines starken Netzwerks. Markus hebt hervor, wie wichtig der Beirat und die Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren sind, um qualitativ hochwertige Inhalte zu schaffen. Die Diskussion geht auch auf die Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis ein und darauf, wie schwierig es sein kann, Inhalte zu vermitteln, die sowohl theoretisch fundiert als auch praktisch anwendbar sind.

Schließlich äußert Markus seine Wünsche für die Zukunft der Konfliktdynamik. Er hofft auf eine stärkere Verbreitung und Beachtung in anderen Ländern, vor allem in der Schweiz und Österreich, und wünscht sich ein Wiederaufleben des fachlichen Austausches innerhalb des Beirats. Die Episode bietet nicht nur einen persönlichen Rückblick auf die Entwicklung der Zeitschrift, sondern auch wertvolle Einblicke in die Dynamiken, die das Verständnis und die Bewältigung von Konflikten prägen.