#296 GddZ – Problemscham und Lösungskränkung. Ratlose Berater XIII – Im Gespräch mit Rolf Balling und Günther Mohr

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Inhaltsverzeichnis

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Titel

#296 GddZ – Problemscham und Lösungskränkung

Herausforderungen in Beratungsprozessen

Im Gespräch mit Rolf Balling und Günther Mohr

Sascha Weigel spricht mit den bekannten und erfahrenen Beratern Günther Mohr und Rolf Balling zu den gewandelten Vorstellungen, Erwartungen und Anforderungen an den Beruf von Berater*innen.

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Inhalt

Kapitel

  • 0:08 Einstieg in Empathie und Mediation
  • 5:11 Mediation als Paradox
  • 9:49 Anhörung statt Kompromiss
  • 23:30 Empathie fördert Parteilichkeit
  • 31:29 Viele Formen der Empathie

Zusammenfassung

In dieser Folge sprechen wir über Problemscham und Lösungskränkung in Beratung, Coaching und Mediation.

  • Problemscham kann entstehen, wenn Menschen Schwierigkeiten als Zeichen persönlicher Unzulänglichkeit erleben oder sich dafür schämen, Unterstützung zu benötigen. Auch der Gedanke, dass hinter dem benannten Anliegen ein weiteres, möglicherweise unangenehmes Thema liegt, kann Scham auslösen.Wir besprechen, wie Beratende diesen Druck verringern können: indem sie die Person im jeweiligen Kontext betrachten, ihre Belastung anerkennen und deutlich machen, dass Schwierigkeiten nicht zwingend allein von ihr verursacht wurden. Hilfreich sind eine offene, individuelle Gesprächsführung, aufmerksames Zuhören und Normalisierung. Beratung kann etwa bei einem Rollenwechsel im Beruf als üblicher Schritt verstanden werden, bei dem neue Anforderungen erlernt werden müssen.
  • Lösungskränkung kann entstehen, wenn Beratende zu schnell mit einer Lösung oder einem Ratschlag kommen. Wer lange mit einem Konflikt gerungen hat, kann sich dadurch nicht ernst genommen fühlen. Stattdessen geht es darum, gemeinsam eine Suchrichtung zu entwickeln, bisherige Lösungsversuche zu erkunden und Klienten in den Prozess einzubeziehen. Auch das ausführliche Erzählen über Probleme sollte weder unbesehen abgebrochen noch endlos fortgeführt werden: Beratende können die emotionale Bedeutung aufnehmen und das Gespräch behutsam auf hilfreiche Aspekte lenken.Zum Abschluss betonen wir, wie wichtig ein verlässlicher Beratungsrahmen ist. Klienten sollten Vertrauen haben und wissen, dass sie unangenehme Gefühle im Prozess bearbeiten können. Außerdem kündigen wir an, in einer weiteren Folge die Unsicherheit von Beratenden und Mediatoren zu thematisieren.
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