#297 GddZ – Mediation und Marketingberatung. Im Gespräch mit Katharina Dammer.

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Title

#297 GddZ – Mediation und Marketingberatung

Marketing für Menschen im Konflikt oder davor?

Im Gespräch mit Katharina Dammer

Katharina ist eine erfahrene Kommunikationsexpertin und zertifizierte Mediatorin, die über 15 Jahre Expertise in strategischer Markenkommunikation und PR vereint. Nach einem dualen Studium im internationalen Business war sie langjährig in der Medizintechnik sowie im Non-Profit-Sektor tätig. Als Gründerin von mmooki in Düsseldorf hat sie sich darauf spezialisiert, Mediatoren bei der Selbstvermarktung zu unterstützen. Durch gezielte Beratung und Workshops verhilft sie den Mediatorinnen und Mediatoren zu mehr Sichtbarkeit im Beratungsmarkt.

Podcast-Player

Contents

Chapter

  • 0:11 Willkommen zum Podcast
  • 1:43 Katharinas Weg ins Marketing
  • 5:06 Der Einstieg in die Mediation
  • 7:43 Mediation sichtbar machen
  • 13:09 Positionierung und Zielgruppe
  • 14:57 Bedürfnisse der Konfliktparteien
  • 20:00 Mediation als schwer vermittelbares Angebot
  • 26:30 Zwei Wege der Marketingansprache
  • 29:27 Webseite, Social Media und Sichtbarkeit
  • 34:17 Die Kundinnenreise und Offline-Marketing
  • 37:48 Marketing mit Plan und Struktur
  • 42:07 Sichtbarkeit als dauerhafte Aufgabe
  • 47:32 Bühne statt Hinterzimmer?
  • 50:08 Vertrauen durch Referenzen
  • 52:16 Abschluss und Ausblick

Summary

Katharina Dammer berichtet von ihrem beruflichen Hintergrund im Marketing und in der Kommunikation, unter anderem in der Medizintechnik und im gemeinnützigen Bereich. Vor rund elf Jahren absolvierte sie eine Mediationsausbildung, nachdem sie in einem betrieblichen Vertrauenskollegium bei Konfliktgesprächen mitgewirkt hatte. Die Ausbildung gab ihr sowohl fachliche Sicherheit als auch Glaubwürdigkeit gegenüber den Mitarbeitenden. Inzwischen bietet sie mit ihrer Beratung Mmookie Marketingunterstützung speziell für Mediatorinnen und Mediatoren an.

Im Gespräch geht es zunächst darum, warum Netzwerken und Fachwissen allein häufig nicht genügen, um Mediationsaufträge zu gewinnen. Mediatorinnen und Mediatoren müssten auch außerhalb der eigenen Fachkreise sichtbar sein, damit Menschen in Konflikten sie finden und von Mediation erfahren. Statt nur das Verfahren und seine Prinzipien zu erklären, empfiehlt Dammer, die eigene Positionierung und mögliche Spezialisierung herauszuarbeiten.

Darauf aufbauend sollten Mediatorinnen und Mediatoren ihre Zielgruppen und deren Bedürfnisse bestimmen. Konfliktparteien suchen möglicherweise nicht ausdrücklich nach einer Mediation, sondern etwa nach Entlastung, mehr Ruhe im Familienalltag oder einer Lösung für ihren Streit. Auch Menschen, die vor allem Recht bekommen möchten, könnten angesprochen werden; entscheidend sei, ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zu verstehen und passende Zugänge zu finden.

Wir erörtern, ob Marketing Menschen vor oder während eines Konflikts erreichen sollte. Dammer hält beide Ansätze für möglich. Wenn die zeitlichen und finanziellen Ressourcen begrenzt sind, würde sie zunächst Menschen ansprechen, die bereits einen Konflikt erleben. Langfristig wünscht sie sich, dass Mediation in der Öffentlichkeit stärker als mögliche Option bei Konflikten präsent ist.

Als zentrale Grundlage für die Sichtbarkeit nennt Dammer eine übersichtliche Website, die rasch vermittelt, wer die Mediatorin oder der Mediator ist, welche Bedürfnisse angesprochen werden und wie Kontakt aufgenommen werden kann. Soziale Medien und Videos können zusätzlich einen persönlichen Eindruck vermitteln. Die geeigneten Kanäle hängen von der Zielgruppe ab; auch Flyer und Visitenkarten können sinnvoll sein.

Marketing erfordere Planung und kontinuierliche Arbeit. Ein einfacher Redaktionsplan helfe, Aufgaben schrittweise anzugehen, statt sich gleichzeitig auf zu viele Kanäle zu verteilen. Sichtbarkeit bedeute dabei nicht zwingend, sich ständig selbst vor der Kamera zu präsentieren: Vertrauenswürdige Texte, fachliche Beiträge und Referenzen könnten ebenfalls dazu beitragen. Abschließend erläutert Dammer, dass der Name Mmookie ursprünglich für „Marketing mit oder ohne KI“ stand.

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