
Autor Prof. Dr. Sascha Weigel
#281 GddZ – Interkulturelle Mediation im Kontext USA und Deutschland sowie Maschinenbau. Im Gespräch mit Annette Doyle

Table of contents
Title
#281 GddZ – Interkulturelle Mediation im Kontext USA und Deutschland sowie Maschinenbau
Oder wie beginnt man nach der Mediationsausbildung im Unternehmen mediativ als Führungskraft zu agieren?
Kleine Reihe: Interkulturelle Mediation
Im Gespräch mit Annette Doyle, CEO von Messer Cutting Systems Inc. and President Americas
Certified mediator (Dt. MediationsG) und international erfahrene Führungs- und Leitungskraft im Maschinenbau und der Fertigung. Sie startete ihre Laufbahn in den USA sowie in Deutschland (Maschinenbau, Betriebswirtschaft, Technologie-Management). Nach frühen Stationen bei Trumpf ist sie aktuell als CEO von Messer Cutting Systems Inc. and President Americas active.
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Contents
Chapter
- 0:18 Einstieg in die Mediation
- 4:34 Erste Schritte in den USA
- 11:55 Konflikte im Maschinenbau
- 16:48 Nettigkeit als Kulturcode
- 20:55 Zuhören statt Formalismus
- 26:02 Mediation in US-Communities
- 32:40 Deutschland versus Charity
- 34:31 Lerngewinn aus der Ausbildung
Summary
In dieser Folge sprechen wir über interkulturelle Mediation am Beispiel der US-amerikanischen Kultur. Wir greifen die Frage auf, wie Mediation in einem anderen kulturellen Umfeld beginnt, wie erste Erfahrungen aussehen und worin sich die amerikanische und die deutsche Praxis unterscheiden.
Wir sprechen mit Annette Doll, die in Deutschland aufgewachsen ist, seit vielen Jahren in den USA lebt und dort vor allem in der Maschinenbauindustrie tätig ist. Sie beschreibt ihren beruflichen Weg zwischen Deutschland und den USA sowie ihre Erfahrung als Führungskraft in einem technischen, stark von Ingenieurinnen und Ingenieuren geprägten Umfeld.
Ein Schwerpunkt liegt darauf, warum Mediation gerade in solchen Branchen relevant ist. Wir sprechen darüber, dass Konflikte dort oft nicht nur technische, sondern vor allem menschliche und relationale Ebenen haben. Besonders im Kundenkontakt, im Vertrieb und bei eskalierenden Servicefällen wird deutlich, wie wichtig Vertrauen, Beziehung und gutes Zuhören sind.
Annette berichtet, wie sie über einen Workshop zu Non-Violent Communication zum Thema Mediation gefunden hat und später eine Ausbildung in Leipzig gemacht hat. Wir besprechen, wie sie Elemente aus der Ausbildung in ihre Arbeit in den USA übertragen hat, etwa strukturiertes Vorgehen, aktives Zuhören und das Erkennen des eigentlichen Konfliktthemas.
Ein weiterer Themenblock ist die kulturelle Anpassung: In den USA sei Mediation weniger formalisiert und stärker von informellen, beziehungsorientierten Formen geprägt. Wir sprechen auch über Community Mediation, freiwilliges Engagement und die Rolle lokaler Mediationsangebote, die in manchen Regionen eng mit Polizei und Nachbarschaftskonflikten verbunden sind.
Am Ende geht es darum, warum Mediation aus ihrer Sicht als grundlegende Kompetenz in Schulen, Universitäten und internationalem Arbeiten wichtig ist.
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headed by Prof Dr Sascha Weigel.
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