{"id":3281,"date":"2019-06-24T11:48:40","date_gmt":"2019-06-24T09:48:40","guid":{"rendered":"https:\/\/inkovema.de\/?p=3281"},"modified":"2021-01-01T22:27:26","modified_gmt":"2021-01-01T21:27:26","slug":"the-strategic-mediation-plaedoyer-for-an-overdue-change-of-perspective-part-2-mediation-and-capitalism","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inkovema.de\/en\/blog\/the-strategic-mediation-plaedoyer-for-an-overdue-change-of-perspective-part-2-mediation-and-capitalism\/","title":{"rendered":"Strategic Mediation. A plea for an overdue change of perspective &#8211; Part 2: Mediation and capitalism"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling gradient-container-1\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h6 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Photo by <a style=\"color: #808080;\" href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/ih3SzuZIAks?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Gianna Ciaramello<\/a> on <a style=\"color: #808080;\" href=\"https:\/\/unsplash.com\/search\/photos\/capitalism-cake?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/em><\/span><\/h6>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><h1><strong>Die Strategische Mediation.<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen \u00fcberf\u00e4lligen Perspektivwechsel. <\/strong><\/h1>\n<h2><strong>Teil 2:\u00a0Mediation und Kapitalismus\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<\/div><div class=\"accordian fusion-accordian\" style=\"--awb-border-size:15px;--awb-icon-size:13px;--awb-content-font-size:18px;--awb-icon-alignment:left;--awb-hover-color:#b4c6d6;--awb-border-color:#ffffff;--awb-background-color:#ffffff;--awb-divider-color:#e0dede;--awb-divider-hover-color:#e0dede;--awb-icon-color:#ffffff;--awb-title-color:#356b8c;--awb-content-color:#4f4f4f;--awb-icon-box-color:#ffffff;--awb-toggle-hover-accent-color:#666666;--awb-title-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-title-font-weight:regular;--awb-title-font-style:normal;--awb-title-font-size:16px;--awb-content-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-content-font-style:normal;--awb-content-font-weight:300;\"><div class=\"panel-group fusion-toggle-icon-boxed\" id=\"accordion-3281-1\"><div class=\"fusion-panel panel-default panel-04c3c94b42dbe13c8 fusion-toggle-no-divider fusion-toggle-boxed-mode\"><div class=\"panel-heading\"><h4 class=\"panel-title toggle\" id=\"toggle_04c3c94b42dbe13c8\"><a aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"04c3c94b42dbe13c8\" role=\"button\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-3281-1\" data-target=\"#04c3c94b42dbe13c8\" href=\"#04c3c94b42dbe13c8\"><span class=\"fusion-toggle-icon-wrapper\" aria-hidden=\"true\"><i class=\"fa-fusion-box active-icon awb-icon-minus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><i class=\"fa-fusion-box inactive-icon awb-icon-plus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/span><span class=\"fusion-toggle-heading\">Ver\u00f6ffentlichungshinweis<\/span><\/a><\/h4><\/div><div id=\"04c3c94b42dbe13c8\" class=\"panel-collapse collapse \" aria-labelledby=\"toggle_04c3c94b42dbe13c8\"><div class=\"panel-body toggle-content fusion-clearfix\">\n<p style=\"text-align: center;\">ver\u00f6ffentlicht in: Spektrum der Mediation 71\/2018, S. 26 ff.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p><em>Die Mediation hat ihr geistesgeschichtliche Erbe bisher nur einseitig betont. Wirksamkeit wird sie erst erlangen, wenn sie es vollst\u00e4ndig anerkennt: Zugegeben, der Humanismus<a name=\"_ftnref1\"><\/a><sup>[1]<\/sup>befreite den Menschen aus seinen Abh\u00e4ngigkeiten, wobei er seine Macht ins schier Unermessliche steigerte:\u00a0<\/em><em>Nicht nur die <strong>Religion<\/strong> und die <strong>Wissenschaften<\/strong> erlebten eine Revolution: der Mensch und sein Wissen wurden zum alleinigen Ma\u00dfstab. Auch die <strong>Wirtschaft<\/strong> revolutionierte sich. Lediglich das Konfliktmanagement hielt dem Tempo nicht stand. Seine Revolution steht noch aus &#8211; oder unterbleibt.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Einleitung<\/strong><\/h3>\n<p>Gesellschaftshistorisch sind der (Renaissance-)<em>Humanismus<\/em>, die <em>modernen Wissenschaften <\/em>sowie der <em>Kapitalismus<\/em>zusammengeh\u00f6rige Ph\u00e4nomene, die sich im Europa der Fr\u00fchen Neuzeit (ab ca. 1600) zusammen und wechselseitig entwickelten und bis heute in der gesamten Welt ihren Einfluss entfalten.<\/p>\n<p>Diese Einseitigkeit der Betrachtung ihrer historischen Wurzeln in der (deutschsprachigen) Mediation hat ihre Urspr\u00fcnge bereits in der in der Humanistischen Psychologie, die sich auf die existenzialistischen Philosophien rekurrierend Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelten. In der Entwicklungslinie von A. Maslow, C. Rogers, F. Perls und E. Berne entfaltet sich das Menschenbild und Methodenreservoir der Mediation<a name=\"_ftnref2\"><\/a><sup>[2]<\/sup>, wenn auch zunehmend Anleihen aus anderen Richtung aufgegriffen werden<a name=\"_ftnref3\"><\/a><sup>[3]<\/sup>. Konkret wird sich auf die Erforschung und Mustererkennung des Menschen als freies, autonomes, wenn auch soziales Individuum fokussiert, das im Ausgangspunkt moralisch gut ist.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der befreiende Charakter positiv erlebt wird, wird dem unterwerfenden, weil machtanh\u00e4ufenden Charakter der humanistischen Entwicklungsgeschichte weniger Beachtung geschenkt, geschweige denn in das Selbstverst\u00e4ndnis der Mediation integriert, obschon das hilfreich w\u00e4re. In den Diskussionen<a name=\"_ftnref4\"><\/a><sup>[4]<\/sup>um den Einfluss von MediatorInnen zeigt sich diese Ungenauigkeit und Unsicherheit. Dieser zweite Teil des Beitrages<a name=\"_ftnref5\"><\/a><sup>[5]<\/sup>gibt der der Perspektive des wirtschaftsrevolution\u00e4ren Kapitalismus Raum.<\/p>\n<p>Mediation bedarf nicht nur eines zukunftsgerichteten Produkts, um Menschen und Organisationen zu unterst\u00fctzen, sondern auch Klarheit \u00fcber die eigenen geistigen Wurzeln. Der Humanismus zielte in Zeiten religi\u00f6ser Kriege keineswegs nur auf eine Befriedung der Menschen untereinander<a name=\"_ftnref6\"><\/a><sup>[6]<\/sup>und stellte daf\u00fcr durchaus religi\u00f6se Menschenbilder zur Verf\u00fcgung<a name=\"_ftnref7\"><\/a><sup>[7]<\/sup>, die bis heute ihre Wirkung entfalten. Der Humanismus zielte auch auf die materielle Befriedigung des Menschen, Beherrschung allen Lebens einschlie\u00dflich des eigenen. Dieser Materialismus ist keineswegs oberfl\u00e4chlich, sondern hat schillernde und verf\u00fchrerische Elemente, Ausblendungen und Abwertungen, die vor allem das nichtmenschliche Leben und die Umwelt betreffen. Schauen wir uns die Dinge an, die wir im Kontext humanistischer Entwicklung erdacht, erfunden, erschaffen und ertragen, m\u00fcssen wir feststellen, dass wir uns nicht nur in ihnen verlieren, sondern auch in ihnen wiederfinden.<a name=\"_ftnref8\"><\/a><sup>[8]<\/sup>Wir kommen mit simplen Kausalketten nicht weiter, um die menschliche Entwicklung zu begreifen. Das betrifft ausdr\u00fccklich die Entwicklung von Krieg und Frieden, Konflikt und Konsens und ist daher f\u00fcr Mediation interessant. Wahr ist zum Beispiel, dass Frieden erm\u00f6glicht, miteinander friedlich zu wirtschaften. Ebenso wahr ist es, dass Miteinander zu wirtschaften, Frieden sichert, wenn nicht gar schafft. Um nur ein Beispiel zu nennen. Die Frage scheint sich wieder zu \u00f6ffnen, ob der Frieden unter Menschen das Zielprogramm, der Zweck des Humanismus ist oder nicht vielmehr das Mittel, um etwas anderes zu erreichen: Anh\u00e4ufung menschlicher Macht und Beherrschung allen anderen Lebens auf der Welt und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr die Mediation, die Vermittlung in sozialen Konflikten? Mediation muss sich im humanistischen Kontext dieser Spurenelemente der eigenen Entwicklungsgeschichte bewusst sein, um sich zur Wirksamkeit entfalten zu k\u00f6nnen. Diese einzelnen Aspekte werden im Folgenden angerissen werden oder \u2013\u00a0aus Platzgr\u00fcnden tabellarisch\u00a0\u2013 aufgez\u00e4hlt.<\/p>\n<h2><strong>1. Wenn Bl\u00fcten (ihr Unwesen) treiben<\/strong><\/h2>\n<p>Es erscheint als Ironie der Geschichte, dass die Mediation zwar den Kuchen vergr\u00f6\u00dfern wollte, aber das kapitalistische Erbe geradewegs ablehnt. Heute werden die propagierten Wachstumsm\u00f6glichkeiten im Konflikt ideell, emotional und beziehungsorientiert verstanden<a name=\"_ftnref9\"><\/a><sup>[9]<\/sup>, aber nur ganz selten explizit materiell. Statt den Kuchen f\u00fcr alle zu vergr\u00f6\u00dfern, reicht es auch schon aus, emotional und zwischenmenschlich zu wachsen. Diese Einseitigkeit hat ihr Pendant in der \u00dcberbetonung der mediativen Haltung des Mediators<a name=\"_ftnref10\"><\/a><sup>[10]<\/sup>. Als irgendwie \u201einnerliche Existzenz\u201c ist sie ein typischer Ausdruck der humanistischen Weltkonstruktion und f\u00fchrt dazu, dass sie rundum gut, kaum kritisierbar, aber im Kontext organisierter Mediation zum Gesinnungsdiskurs f\u00fchrt; schlimmstenfalls zur Gesinnungsdiktatur, denen der Einzelne schutzlos ausgeliefert ist. Die Haltung bleibt ein verf\u00fchrerischer Begriff. F\u00fcr den Einzelnen erlebbar, real und ein Ma\u00dfstab f\u00fcr Entscheidungen, in der Gruppe jedoch ein pushender und bedr\u00fcckender Begriff, bindend und unterdr\u00fcckend zugleich. Sein Sozialdruck schafft Konformit\u00e4t, nicht Originalit\u00e4t. Das mag keine Kritik rechtfertigen, aber eine Gruppendynamik andeuten.<\/p>\n<p>Von dieser Bl\u00fcte der Mediation gilt es zu den \u201eWurzeln von Mediation\u201c<a name=\"_ftnref11\"><\/a><sup>[11]<\/sup>vorzudringen. Sie sind f\u00fcr die weitere Entwicklung von Mediation ohnehin einflussreicher. Doch so wie MediatorInnen best\u00e4tigen k\u00f6nnen, dass Menschen im Konflikt das Wesentliche aus den Augen verlieren, um meist zu heftig auf das, was schlecht (am anderen) ist, zu reagieren, so lohnt sich auch hier eine Entschleunigung, um das, was Mediation ist, und das, was in ihren Tiefen wirkt, zu erkennen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2><strong>2. Perspektivwechsel: Die Entdeckung der Zukunft<\/strong><\/h2>\n<p>Der Kapitalismus wird im humanistischen Dunstkreis allgemein hin nicht f\u00fcr (moralisch) gut befunden, der hingegen Mensch schon, weshalb beide im Widerspruch st\u00fcnden. Es sei der Kapitalismus, der die Gier des Menschen anstachele, und damit auch unmenschliches Verhalten; er wecke die schlimmsten Triebe des Menschen und zerst\u00f6re zwischenmenschliche Beziehungen. Dieser Blick mag seine Logik haben, verkennt aber historische Tatsachen. Die Gier des Menschen ist Jahrtausende \u00e4lter als der Kapitalismus &#8211; und der Mensch, Homo Sapiens, hat sich weder anderen Menschengattungen, noch anderen Tieren gegen\u00fcber ohne Kapitalismus besser verhalten.<a name=\"_ftnref12\"><\/a><sup>[12]<\/sup>Auch unter seines Gleichen hat der Mensch ohne Kapitalismus weitaus blutr\u00fcnstiger kommuniziert als gemeinsam zu wirtschaften. Die Globalisierung weiss hier beredtes Zeugnis abzulegen. Vielmehr wurde Homo Sapiens untereinander freund-, zumindest friedlicher, als sich der Kapitalismus auszubreiten begann.<a name=\"_ftnref13\"><\/a><sup>[13]<\/sup>Und es ist kein Zufall, dass dies ma\u00dfgeblich am gleichen Ort, in Europa, geschah. Hier wurden die Bedingungen geschaffen, die f\u00fcr den Kapitalismus notwendig waren: Allen voran die revolution\u00e4re Sichtweise auf die Zukunft.<a name=\"_ftnref14\"><\/a><sup>[14]<\/sup><\/p>\n<p>Zukunft war bis ins 16. Jahrhundert etwas, das Gott zustand und er vorherbestimmt hat. Sich \u00fcber die Zukunft Gedanken machen? Um Gottes Willen, nein! Es war vielmehr angebracht, sich um Gottes Gunst Sorgen zu machen. Die Zukunft stand nicht im Einflussbereich des Menschen. Doch in den Jahrzehnten des (Renaissance-)Humanismus entwickelte sich der Fr\u00fchkapitalismus Hand in Hand mit den modernen Wissenschaften<a name=\"_ftnref15\"><\/a><sup>[15]<\/sup>\u2013\u00a0und die Zukunft wurde als Menschenwerk entdeckt. Zukunft erschien zunehmend mehr als gestaltbar. Menschen und Gesellschaften machten die Erfahrung, dass es sich lohnte, in sie zu investieren, ihr Geld nicht mehr zu horten (wie die Kirche) oder zu verprassen (wie der Adel), sondern auf die Zukunft zu setzen, heute Ideen zu entwickeln, Dinge zu erfinden, Ger\u00e4te zu bauen, die zuk\u00fcnftig Gewinn abwerfen w\u00fcrden &#8211; aber heute schlicht noch nicht existieren. Menschen begannen Zukunft zu machen.<\/p>\n<h3><strong>a. Win-Win oder Abgeh\u00e4ngte sind nicht immer auch Verlierer<\/strong><\/h3>\n<p>Und aus Geld wurde Kapital. Geld wurde in der Gegenwart f\u00fcr eine bessere Zukunft investiert. Es erm\u00f6glichte Erfindungen, den Aufbau von etwas Neuem, das wiederum mehr Geld abwerfen w\u00fcrde. Geld als Kapital setzt den Kreislauf des Wachstums in Gang &#8211; und der Kuchen vergr\u00f6\u00dferte sich f\u00fcr alle. Im Jahre 1500 lag f\u00fcr die ca. 424 Mio. Menschen die Jahresproduktion pro Kopf bei 550 Dollar. Heute liegt der Wert f\u00fcr die \u00fcber 6 Mrd. Menschen auf der Erde pro Kopf bei 8800 Dollar. Es war zuvorderst eine (Zweite) Revolution der Landwirtschaft, die diese noch vor hundert Jahren undenkbare Anzahl von Menschen auf der Erde ern\u00e4hren, aber auch eine erfolgreiche Revolution des kapitalistischen Wirtschaftens insgesamt. Freilich sind diese Entwicklungen nicht allein dem Kapitalismus zuzurechnen und die modernen Wissenschaften, die Entwicklung des Staatswesens, die medizinischen und hygienischen Revolutionen sowie der R\u00fcckgang der Gewalt insgesamt haben ihren Beitrag dazu geleistet. Jedoch der urspr\u00fcngliche und von Adam Smith formulierte Gedanke, dass der wirtschaftliche Profit des Einzelnen, reinvestiert in die Produktion, auch anderen und damit der Gesellschaft zugute kommt, steht am Beginn dieser europ\u00e4isch<a name=\"_ftnref16\"><\/a><sup>[16]<\/sup>gepr\u00e4gten, weltweit ausgreifenden Entwicklung.<\/p>\n<h3><strong>b. Wirtschaft 3.0 &#8211; Das Ende eines Nullsummenspiels<\/strong><\/h3>\n<p>Nachdem Menschen zunehmend weniger nomadenhafte J\u00e4ger und Sammler waren (Wirtschaften 1.0) und in der Neolithischen Revolution sesshafte Bauern wurden (vor ca. 12.000 Jahren, Wirtschaften 2.0)<a name=\"_ftnref17\"><\/a><sup>[17]<\/sup>, haben sie jahrtausendelang, bis ca. ins 15.\/16. Jahrhundert hinein, die <strong>Wirtschaft als Nullsummenspiel <\/strong>betrieben<a name=\"_ftnref18\"><\/a><sup>[18]<\/sup>: Was die einen hatten, konnten die anderen nicht haben. Und wer reich war, war es auf Kosten anderer. Und wer arm war, konnte sich zwar Geld leihen, aber solcherart Kredite linderten nur die Not oder verhinderten schlimmstenfalls den Tod. Das waren noch lange keine Kredite, mit denen wahrlich Neues erschaffen wurde, dessen Gewinne (Profit) sodann den Kredit zur\u00fcckzuzahlen erlaubten. Dementsprechend mussten die Kreditzinsen bis dahin aus der Substanz gezahlt werden, nicht aus der Wertsteigerung. In dieser Welt des Mangels, in der Wirtschaften ein Nullsummenspiel war, muss Reichtum verp\u00f6nt gewesen sein.<a name=\"_ftnref19\"><\/a><sup>[19]<\/sup>Er konnte nur antisozial sein, auf Kosten anderer. Erst im aufkommenden industriellen Kapitalismus gelang es, dass Geld Kapital wurde und die Wirtschaft zu wachsen begann.<a name=\"_ftnref20\"><\/a><sup>[20]<\/sup>Im Zusammenspiel mit den modernen Wissenschaften wurde die Zukunft angepackt, um den Menschen aus seinen Abh\u00e4ngigkeiten zu befreien und eine unsagbare Macht \u00fcber das Leben zu erlangen. Auch wenn wir das Ende dieser Geschichte noch nicht kennen, so l\u00e4sst sich aber zweifellos feststellen, dass es sich bei dem Wandel von der stagnierenden Wirtschaft 2.0 hin zur Wachstumswirtschaft 3.0 um eine erstaunliche Kulturleistung der agierenden Menschen und Organisationen handelte, die ihr Geld als Kapital einsetzten und die Wirtschaft zu immer neuen Wertsteigerungen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>In einer Wirtschaft, die w\u00e4chst, ver\u00e4ndert sich der Charakter von Geld, Krediten, Zinsen und Profiten vollkommen! Kredite sind nicht mehr dazu da, bitterste Not abzuwenden, sondern die Produktion effizienter zu gestalten und in neue Produkte zu investieren. Zinsen und Gewinne werden nicht mehr aus der Substanz gezahlt, sondern aus den Zuw\u00e4chsen der Wirtschaft. Der Kapitalismus hat einen erstaunlichen, einen der gr\u00f6\u00dften Perspektivwechsel der Menschheit eingel\u00e4utet; er hat aus dem Nullsummenspiel Wirtschaft eine Win-Win-Situation f\u00fcr alle gemacht.<a name=\"_ftnref21\"><\/a><sup>[21]<\/sup><\/p>\n<h3><strong>c. Realit\u00e4tsbildende Erwartungen: Die Kuchenvergr\u00f6\u00dferung<\/strong><\/h3>\n<p>Wie ist dieser Perspektivwechsel zustande gekommen? Dass Erwartungen realit\u00e4tsbildend wirken, ist nicht nur eine Erkenntnis, die die Psychologie theoretisch fundiert hat, sondern ist auch eine Erfahrung des Wirtschaftslebens. 1938 formulierte der Wirtschaftswissenschaftler J.M. Keynes in seiner Allgemeinen Theorie ausdr\u00fccklich: <em>\u201eEine Geld\u00f6konomie ist,\u2026,eine Wirtschaftsform, in der ge\u00e4nderte Ansichten \u00fcber die Zukunft in der Lage sind, die Menge der Erwerbst\u00e4tigkeit zu beeinflussen.\u201c<\/em><a name=\"_ftnref22\"><\/a><sup>[22]<\/sup>Doch wir Menschen bewegen uns weder im luftleeren Raum noch in geistigen Luftschl\u00f6ssern. Die ge\u00e4nderte Ansicht, dass die Zukunft von Menschen gestaltet werden k\u00f6nnte, f\u00fchrt nicht nur zur Kuchenvergr\u00f6\u00dferung: Wir werden auch unsicherer. Wir k\u00f6nnen scheitern. Liegt die Zukunft an uns, wird ein Misslingen vorstellbar. Hierauf begr\u00fcndet sich eine neue Unsicherheit und Angst. Selbst eine historische Aufkl\u00e4rung, die behauptet, dass die Zukunft zu keinem Zeitpunkt in Gottes H\u00e4nden lag, sondern von Zuf\u00e4lligkeiten und anderem abhing, f\u00fchrt nicht zu einer Stabilisierung. Vielmehr zeigt die historische Forschung, dass sie selbst zwar (intellektuell) aufzukl\u00e4ren vermag, emotional aber durchaus auch verunsichernd wirkt. Je mehr wir um die Vergangenheit zu wissen scheinen, desto intensiver werden wir uns ihrer vielgestaltigen Potenz bewusst.<a name=\"_ftnref23\"><\/a><sup>[23]<\/sup>Es kann immer auch anders kommen! Das ist keine beruhigende Parole. Jede Halt gebende Linearit\u00e4t l\u00f6st sich auf.<\/p>\n<h3><strong>3. Vertrauen und Optimismus: Wir k\u00f6nnen es schaffen. Lasst uns einfach machen!<\/strong><\/h3>\n<p>Unsicherheit fordert Vertrauen, Bedenken Optimismus. Ist alles im Fluss, bleibt wenig fixiert. Kapitalisten sind, wenn schon nicht mit Vertrauen gegen\u00fcber andere Menschen gesegnet, so doch im Kern die Optimisten des Lebens. Sie st\u00fcrzen sich in die Gegenwart mit einem Reichtum, den sie nicht haben (Kredit, Investitionen), weil sie daran glauben, ihre Schulden zur\u00fcckzahlen zu k\u00f6nnen. Und soweit sie Geld haben, investieren sie es, stets mit Risiko, statt es in einem Sparstrumpf unterm Kopfkissen zu verstecken. Sollen doch anderer solche Dummheiten machen, denken alle. Dass dieser Optimismus ansteckend wirkt, ist nicht nur im Alltag zu beobachten, sondern f\u00fchrt tats\u00e4chlich auch zu messbaren wirtschaftlichen und gesundheitlichen, emotionalen und sozialen Vorteilen.<a name=\"_ftnref24\"><\/a><sup>[24]<\/sup><\/p>\n<p>Welche Konsequenzen ergeben sich f\u00fcr die Mediation von Konflikten im 21. Jahrhundert? In einer wirtschaftlich und sozial globalisierten Welt, deren Reichtum kapitalistischen Wirtschaftens entsprungen ist, werden Konflikte zunehmend als das anerkannt, was sie sind: Anl\u00e4sse, gemeinsam die Zukunft neu auszuhandeln und erneut und mit Risiko Neues zu wagen, neue Bindungen und Verbindlichkeiten.<\/p>\n<p>Die Zukunft als gestaltbare Realit\u00e4t zu begreifen, die Bearbeitung von Konflikten nicht mehr als Nullsummenspiel zu begreifen, sondern sich zunehmend darum bem\u00fchen, andere Erwartungen zu pflegen, die Potenz einer Win-win-Situation wahrzunehmen, und mit Optimismus und Vertrauen gemeinsam zu investieren &#8211; darum geht es im Kern auch der Mediation. Damit das gelingt, lohnt es, sich auf die geistesgeschichtlichen Wurzeln des Fr\u00fchkapitalismus zu besinnen, die ein entsprechendes Programm auf dem Feld des gemeinsamen Wirtschaftens bereits umgesetzt haben. Deshalb sollte das Ziel der materiellen Kuchenvergr\u00f6\u00dferung keinesfalls\u00a0vorschnell geopfert werden, indem es vorgeblich um innerliches, emotionales Wachstum gehe und der gemeinsame Friede ausschlie\u00dflich das Ziel sei. Nein, der Friede ist &#8211; wie in der Wirtschaft auch \u2013\u00a0Mittel zur Kuchenvergr\u00f6\u00dferung und der Konflikt nicht selten der Anlass, endlich was gemeinsam gebacken zu bekommen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbersicht<\/strong><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-image-element fusion-image-align-center in-legacy-container\" style=\"text-align:center;--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><div class=\"imageframe-align-center\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-zoomout\" style=\"border:10px solid #ffffff;\"><a class=\"fusion-no-lightbox\" href=\"https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001.jpeg\" target=\"_blank\" aria-label=\"\u00dcbersicht &#8211; Tabelle Kapitalismus und Mediation\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001.jpeg\" data-orig-src=\"https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001-1024x768.jpeg\" alt class=\"lazyload img-responsive wp-image-3292\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20viewBox%3D%270%200%201024%20768%27%3E%3Crect%20width%3D%271024%27%20height%3D%27768%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001-200x150.jpeg 200w, https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001-400x300.jpeg 400w, https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001-600x450.jpeg 600w, https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001-800x600.jpeg 800w, https:\/\/inkovema.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/\u00dcbersicht-Tabelle-Kapitalismus-und-Mediation.001.jpeg 1024w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/span><\/div><\/div><div class=\"fusion-content-boxes content-boxes columns row fusion-columns-1 fusion-columns-total-1 fusion-content-boxes-1 content-boxes-icon-boxed content-left\" style=\"--awb-title-color:#607d8b;--awb-iconcolor:#b4c6d6;--awb-margin-top:30px;--awb-margin-bottom:30px;--awb-hover-accent-color:#607d8b;--awb-circle-hover-accent-color:#607d8b;--awb-item-margin-bottom:40px;\" data-animationOffset=\"top-into-view\"><div style=\"--awb-backgroundcolor:#b4c6d6;--awb-iconcolor:#b4c6d6;\" class=\"fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-1 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last content-box-column-last-in-row\"><div class=\"col content-box-wrapper content-wrapper-background content-wrapper-boxed link-area-link-icon link-type-button icon-hover-animation-fade\" data-animationOffset=\"top-into-view\"><div class=\"heading heading-with-icon icon-left\"><a class=\"heading-link\" href=\"https:\/\/inkovema.de\/mediationsausbildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><div class=\"icon\"><i style=\"border-color:#81a0b8;border-width:1px;background-color:#d62f31;box-sizing:content-box;height:60px;width:60px;line-height:60px;top:-80px;margin-left:-30px;border-radius:50%;font-size:30px;\" aria-hidden=\"true\" class=\"fontawesome-icon fa-info-circle fas circle-yes\"><\/i><\/div><h2 class=\"content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.5;\">Ausbildung in Mediation<\/h2><\/a><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><div class=\"content-container\">\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig finden Ausbildungen in (strategischer) Mediation in Leipzig statt. Hier informieren und einfach anmelden.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><a class=\"fusion-read-more-button fusion-content-box-button fusion-button button-default fusion-button-default-size button- button-flat\" href=\"https:\/\/inkovema.de\/mediationsausbildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span class=\"fusion-button-text\">Mehr Informationen hier...<\/span><\/a><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><div class=\"accordian fusion-accordian\" style=\"--awb-border-size:1px;--awb-icon-size:13px;--awb-content-font-size:18px;--awb-icon-alignment:left;--awb-hover-color:#b4c6d6;--awb-border-color:#b4c6d6;--awb-background-color:#ffffff;--awb-divider-color:#e0dede;--awb-divider-hover-color:#e0dede;--awb-icon-color:#ffffff;--awb-title-color:#356b8c;--awb-content-color:#4f4f4f;--awb-icon-box-color:#004767;--awb-toggle-hover-accent-color:#666666;--awb-title-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-title-font-weight:regular;--awb-title-font-style:normal;--awb-title-font-size:16px;--awb-content-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-content-font-style:normal;--awb-content-font-weight:300;\"><div class=\"panel-group fusion-toggle-icon-boxed\" id=\"accordion-3281-2\"><div class=\"fusion-panel panel-default panel-02ddeaeca9a4c94fa fusion-toggle-no-divider fusion-toggle-boxed-mode\"><div class=\"panel-heading\"><h4 class=\"panel-title toggle\" id=\"toggle_02ddeaeca9a4c94fa\"><a aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"02ddeaeca9a4c94fa\" role=\"button\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-3281-2\" data-target=\"#02ddeaeca9a4c94fa\" href=\"#02ddeaeca9a4c94fa\"><span class=\"fusion-toggle-icon-wrapper\" aria-hidden=\"true\"><i class=\"fa-fusion-box active-icon awb-icon-minus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><i class=\"fa-fusion-box inactive-icon awb-icon-plus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/span><span class=\"fusion-toggle-heading\">Ver\u00f6ffentlichungshinweis<\/span><\/a><\/h4><\/div><div id=\"02ddeaeca9a4c94fa\" class=\"panel-collapse collapse \" aria-labelledby=\"toggle_02ddeaeca9a4c94fa\"><div class=\"panel-body toggle-content fusion-clearfix\">\n<p style=\"text-align: center;\">ver\u00f6ffentlicht in: Spektrum der Mediation 71\/2018, S. 26 ff.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><h3><\/h3>\n<h3><em>Fussnoten \/ Literaturhinweise<\/em><\/h3>\n<p><em><a name=\"_ftn1\"><\/a><sup>[1]<\/sup>Harari, Y.N.: Eine kurze Geschichte der Menschheit, Original 2015; 5. Auflage 2015; S. 280 ff.; ders. Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen, M\u00fcnchen 2017; Morris, I.: Wer regiert die Welt. Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden, Frankfurt am Main 2012, Roeck, B.: Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance, M\u00fcnchen 2017.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn2\"><\/a><sup>[2]<\/sup>Vgl. Weigel, S.: Konfliktmanagement in der \u00f6ffentlichen Verwaltung, Berlin 2012, S. 104 ff und 226 ff.; Zur Mediation Duss-von Werdt, J.: Homo Mediator, 2015.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn3\"><\/a><sup>[3]<\/sup>Dazu die Beitr\u00e4ge in: Kriegel-Schmidt, K.: Mediation als Wissenschaftszweig. Im Spannungsfeld von Fachexpertise und Interdisziplinarit\u00e4t, Wiesbaden 2017.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn4\"><\/a><sup>[4]<\/sup>Heck, J.: Der beteiligte Unbeteiligte. Wie vermittelnde Dritte Konflikte transformieren, in: ZfRSoz 2016, Vol. 36, S. 58 ff.; Barth, Mayr: Der Mediator als \u00dcbersetzer, in: Kriegel-Schmidt, Mediation als Wissenschaftszweig, a.a.0.; S. 161 ff..<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn5\"><\/a><sup>[5]<\/sup><a href=\"https:\/\/inkovema.de\/blog\/strategische-mediation-plaedoyer-fuer-einen-ueberfaelligen-perspektivwechsel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil 1 &#8211; Die strategische Mediation, in: SdM 70.<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn6\"><\/a><sup>[6]<\/sup>Roeck a.a.O.; MacCulloch, D.: Die Reformation 1490-1700, S. 871 ff.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn7\"><\/a><sup>[7]<\/sup>Harari 2017, 94 ff. 324 ff.,<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn8\"><\/a><sup>[8]<\/sup>Trentmann, Frank: Herrschaft der Dinge, Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis Heute, M\u00fcnchen 2017, S. .<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn9\"><\/a><sup>[9]<\/sup>So z.B. die Transformative Mediation, vgl. Bush, R. A. B.\/Folger, J. P.: Konflikt \u2013 Mediation und Transformation. Weinheim: Wiley 2009<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn10\"><\/a><sup>[10]<\/sup>Siehe dazu nur Spektrum der Mediation, 18. Ausgabe, Haltung in der Mediation, 2005.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn11\"><\/a><sup>[11]<\/sup>Einf\u00fchrend Hehn, Entwicklung und Stand der Mediation, in: Handbuch Mediation, M\u00fcnchen 2016, \u00a7 2.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn12\"><\/a><sup>[12]<\/sup>Harari 2015, S. 14 ff.; Morris 2012, S. 50 ff..<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn13\"><\/a><sup>[13]<\/sup>Pinker, St.: Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit, Frankfurt am Main 2013.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn14\"><\/a><sup>[14]<\/sup>H\u00f6lscher, L.: Die Entdeckung der Zukunft, G\u00f6ttingen 2016.; weitergehend Morris 2012.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn15\"><\/a><sup>[15]<\/sup>Roeck a.a.O., S. 1034 ff.; Harari 2012; S. 336 ff., 374ff., 408 ff.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn16\"><\/a><sup>[16]<\/sup>Kocka, J.: Geschichte des Kapitalismus, M\u00fcnchen 2014, S. 46.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn17\"><\/a><sup>[17]<\/sup>Reichholf, J.: Warum wir Menschen sesshaft wurden, M\u00fcnchen 2010.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn18\"><\/a><sup>[18]<\/sup>Harari 2012, 374ff.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn19\"><\/a><sup>[19]<\/sup>Hermann, U.: Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam. Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen, M\u00fcnchen 2015, S. 129;\u00a0 Zum Kredit und Zins seit dem 15. Jahrhundert, Trentmann, Herrschaft der Dinge, S. 543 ff.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn20\"><\/a><sup>[20]<\/sup>Hermann a.a.O., S. 109 ff., 129; Kocka a.a.O., S. 46;<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn21\"><\/a><sup>[21]<\/sup>Vgl. Hermann a.a.O., S. 129, Harari2012, ders. 2017; Morris 2012, S. 473 ff.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn22\"><\/a><sup>[22]<\/sup>Keynes, J.M., Allgemeine Theorie der Besch\u00e4ftigung, des Zinses und des Geldes, Original New York 1936, 2002.; Herrmann .a.a.O.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn23\"><\/a><sup>[23]<\/sup>H\u00f6lscher a.a.O., S. 39.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn24\"><\/a><sup>[24]<\/sup>Lesenswert zum Optimismus Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken, M\u00fcnchen 2011, S. 316.<\/em><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":7912,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,178,94,93,96,98,99],"tags":[19,64,15,16],"class_list":["post-3281","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-blog","category-konfliktmanagement","category-konzepte-fuer-die-mediation","category-mediation-in-und-fuer-organisationen","category-mediationsstile","category-meine-meinung","tag-kapitalismus","tag-mediation-in-organisationen","tag-strategische-mediation","tag-zukunft"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v26.2 (Yoast SEO v26.5) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Die Strategische Mediation. 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Seit 2026 Mitherausgeber der Fachzeitschrift KonfliktDynamik. Begr\u00fcnder der Elemente der Mediation (www.elemente-der-mediation.de) sowie Inhaber von INKOVEMA. Begeisterter Fernwanderer und Fussballfan, der aktuell den Vaterfreuden den Vorrang einr\u00e4umt - so gut er kann. Lebt in Leipzig und arbeitet bundesweit.\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/inkovema\",\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/sascha-weigel-a7b98b25\/\",\"https:\/\/x.com\/Sascha_Weigel\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO Premium plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Strategic Mediation. A plea for an overdue change of perspective - Part 2: Mediation and capitalism - INKOVEMA - Mediation and mediation training Leipzig","description":"This part of the article is about the perspective-changing power of early capitalism for economic activity. 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