{"id":3243,"date":"2019-06-21T00:13:35","date_gmt":"2019-06-20T22:13:35","guid":{"rendered":"https:\/\/inkovema.de\/?p=3243"},"modified":"2021-01-01T22:50:17","modified_gmt":"2021-01-01T21:50:17","slug":"strategic-mediation-plaedoyer-for-an-overdue-change-of-perspective","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inkovema.de\/en\/blog\/strategic-mediation-plaedoyer-for-an-overdue-change-of-perspective\/","title":{"rendered":"Strategic mediation &#8211; Part 1: A plea for an overdue change of perspective"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling gradient-container-1\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h6 style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #808080;\">Photo by <a style=\"color: #808080;\" href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/anI84Iwfuww?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Joanna Kosinska<\/a> on <a style=\"color: #808080;\" href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><\/em><\/h6>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><h1><strong>Die Strategische Mediation<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>Teil 1:\u00a0<\/strong><strong>Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen \u00fcberf\u00e4lligen Perspektivwechsel. <\/strong><\/h1>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2><\/h2>\n<\/div><div class=\"accordian fusion-accordian\" style=\"--awb-border-size:1px;--awb-icon-size:13px;--awb-content-font-size:18px;--awb-icon-alignment:left;--awb-hover-color:#b4c6d6;--awb-border-color:#b4c6d6;--awb-background-color:#ffffff;--awb-divider-color:#e0dede;--awb-divider-hover-color:#e0dede;--awb-icon-color:#ffffff;--awb-title-color:#356b8c;--awb-content-color:#4f4f4f;--awb-icon-box-color:#004767;--awb-toggle-hover-accent-color:#666666;--awb-title-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-title-font-weight:regular;--awb-title-font-style:normal;--awb-title-font-size:16px;--awb-content-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-content-font-style:normal;--awb-content-font-weight:300;\"><div class=\"panel-group fusion-toggle-icon-boxed\" id=\"accordion-3243-1\"><div class=\"fusion-panel panel-default panel-d161863d9ab163976 fusion-toggle-no-divider fusion-toggle-boxed-mode\"><div class=\"panel-heading\"><h4 class=\"panel-title toggle\" id=\"toggle_d161863d9ab163976\"><a aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"d161863d9ab163976\" role=\"button\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-3243-1\" data-target=\"#d161863d9ab163976\" href=\"#d161863d9ab163976\"><span class=\"fusion-toggle-icon-wrapper\" aria-hidden=\"true\"><i class=\"fa-fusion-box active-icon awb-icon-minus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><i class=\"fa-fusion-box inactive-icon awb-icon-plus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/span><span class=\"fusion-toggle-heading\">Ver\u00f6ffentlichungshinweis<\/span><\/a><\/h4><\/div><div id=\"d161863d9ab163976\" class=\"panel-collapse collapse \" aria-labelledby=\"toggle_d161863d9ab163976\"><div class=\"panel-body toggle-content fusion-clearfix\">\n<p>ver\u00f6ffentlicht in: Spektrum der Mediation 70\/2017, S. 18 ff.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p><em>Die Mediation sieht sich von zwei Herausforderungen in die Zange genommen. Die eigene Vergangenheit ist davon gekennzeichnet, dass Ihr L\u00f6sungsangebot nicht attraktiv scheint und kaum jemand Mediation beansprucht. Und die sich digitalisierende VUKA-Welt gibt auch keinen Anlass anzunehmen, dass sich ohne eigenes Zutun daran etwas \u00e4ndern wird. Daran anschlie\u00dfend werden zwei Thesen formuliert. Entsprechende Erl\u00e4uterungen werden in zwei Beitragsteilen aufgesplittet.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>1. Zwei Herausforderungen f\u00fcr die Mediation<\/h2>\n<p>Die Mediation in Deutschland sieht sich aktuell zwei enormen Herausforderungen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Einerseits werden ihre Dienste nicht beansprucht, andererseits deutet die sich digitalisierende VUKA-Welt keine \u00c4nderungen dieses Zustands an. Die erste Herausforderung ist eine Tatsache, die andere eine Behauptung. Beides soll im Folgenden dargelegt werden.<\/p>\n<h3><strong>a) Mediation? Nein, danke!<\/strong><\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst zur Tatsache. Mediation z\u00fcndet nicht &#8211; jedenfalls nicht in Deutschland. Das geht aus dem Bericht der Bundesregierung \u00fcber die Auswirkungen des Mediationsgesetzes hervor, der im Juli 2017 ver\u00f6ffentlicht wurde.<a name=\"_ftnref1\"><\/a><sup>[1]<\/sup>Mediation bearbeitet gesellschaftlich in keinem nennenswerten Umfang Konflikte, MediatorInnen sind mit Anfragen f\u00fcr Mediationen nicht ausgelastet. Sie verdienen ihr Geld anderweitig \u2013 m\u00f6gen sie ihren Blick auch immer auf Konfliktpotenziale gerichtet halten.<\/p>\n<p>Dieses Ergebnis der Evaluation des Mediationsgesetzes, das seit 2012 in Kraft ist, ist f\u00fcr sich schon erstaunlich, aber es kommt noch schlimmer f\u00fcr MediatorInnen: Angetreten im Selbstverst\u00e4ndnis einer dringend ben\u00f6tigten Alternative zu gerichtlichen Verfahren, wird nicht nur festgestellt, dass Konfliktparteien kaum Mediation beanspruchen, sondern dass seit gut zehn Jahren auch noch die Klageeingangszahlen bei Gerichten stark r\u00fcckl\u00e4ufig sind.<a name=\"_ftnref2\"><\/a><sup>[2]<\/sup>Gerade die Konfliktparteien, die immer weniger vor Gericht erscheinen, tauchen nicht bei denen auf, die sich als passende Alternative angeboten haben! Also am Bedarf liegt es nicht, wohl aber am Produkt.<\/p>\n<p>Zwar blieb der Aspekt r\u00fcckl\u00e4ufiger Klageeingangszahlen lange Zeit selbst unter ExpertInnen unbemerkt, findet aber mittlerweile auch Erw\u00e4hnung in der Tagespresse.<a name=\"_ftnref3\"><\/a><sup>[3]<\/sup>Trotz l\u00fcckenhafter Datengrundlage zeichnen sich bisher<strong> zwei Gewissheiten<\/strong> ab.<\/p>\n<p>&#8211; Zun\u00e4chst zum R\u00fcckgang der Klageeingangszahlen: In der Zivilgerichtsbarkeit sank das Aufkommen seit 2000 durchschnittlich um 25%<a name=\"_ftnref4\"><\/a><sup>[4]<\/sup>, in der Arbeitsgerichtsbarkeit Baden-W\u00fcrttembergs<a name=\"_ftnref5\"><\/a><sup>[5]<\/sup>um ganze ca. 30%. Auch die Finanz- und Sozialgerichtsbarkeit ist seit 2008 wieder stark r\u00fcckl\u00e4ufig. Ein kurzzeitiger Anstieg in den Jahren davor war den juristisch schwammigen \u201eHartz-IV\u201c-Gesetzen geschuldet. Kl\u00e4rende Rechtsprechung beendete diesen \u201eRun auf die Gerichte\u201c. Ausnahmen sind aktuell lediglich Asylgerichtsverfahren sowie das konstant beanspruchte Bundesverfassungsgericht. Genaue Zahlen f\u00fcr einzelne Gerichte und Bundesl\u00e4nder werden aktuell ermittelt und halten sicherlich noch ein paar \u00dcberraschungen parat.<\/p>\n<p>&#8211; \u00dcberdies haben wir dar\u00fcber Gewissheit, dass die Mediation an dem eben beschriebenen Umstand nicht schuld ist.<a name=\"_ftnref6\"><\/a><sup>[6]<\/sup>Weder die Anzahl der tats\u00e4chlichen Mediationen noch sonstige Einfl\u00fcsse der ausgebildeten MediatorInnen, die nicht selten Schl\u00fcsselfunktionen in Organisationen besetzen d\u00fcrften, geben irgendeinen ernsthaften Anlass zu behaupten, die Mediationsbewegung sei eine Ursache f\u00fcr den R\u00fcckgang der Klageeingangszahlen.<a name=\"_ftnref7\"><\/a>[7]<\/p>\n<p>Beide Gewissheiten m\u00fcssen MediatorInnen staunend und entt\u00e4uschend zur\u00fccklassen: Ihr Leistungsangebot wurde und wird nicht intensiv(er) beansprucht, obschon die Zeichen der Zeit nicht nur infolge des Mediationsgesetzes, sondern auch im R\u00fcckblick auf einen historisch erstaunlichen Klager\u00fcckgang g\u00fcnstig gestanden haben.<\/p>\n<p>Der Schluss ist wohl zul\u00e4ssig: Die Mediationsbewegung ist in den letzten zehn, zwanzig Jahren f\u00fcr sich gewachsen, hat Anh\u00e4ngerInnen in geh\u00f6riger Anzahl gefunden, die eine Ausbildung gemacht und sich in Verb\u00e4nden organisiert haben, nicht aber KundInnen. Hier ist der Zugang, das Schloss oder der Schl\u00fcssel einfach noch nicht gefunden worden.<\/p>\n<p>Und nun zur Behauptung.<\/p>\n<h3><strong>b) VUKA goes digital! <\/strong><\/h3>\n<p>Die Notwendigkeit f\u00fcr ein \u201eproblemangemessenes Konfliktmanagement\u201c existiert und wird weiter steigen. Aber was ist das bedr\u00e4ngende Problem? Geht es tats\u00e4chlich in heutigen Konfliktl\u00f6sungen um ein Ausblenden der \u201eGef\u00fchlsebene\u201c? Sind die Gef\u00fchle tats\u00e4chlich das, was die Konflikte angemessen bearbeiten l\u00e4sst oder nur ein Aspekt am Wegesrand, der im \u00dcbrigen abnimmt? F\u00fcr eine Antwort m\u00fcssen wir von der individuellen zur gesellschaftlichen Ebene springen.<\/p>\n<p>Seit der Mitte der 1990er Jahre, als das <em>US Army War College<\/em>in Carlisle Barracks\/Pennsylvania ihr Strategie-Konzept entworfen hat, um die neue Welt(un)ordnung mental zu erfassen, sind zwar erst wenig mehr als zwanzig Jahre vergangen, aber diese Zeiten erscheinen heute tats\u00e4chlich aus einem vergangenen Jahrtausend \u2013 und sind es ja auch in der Tat. Das zugrundeliegende Projekt wollte grundlegende Fragen zur F\u00fchrung und Strategie weltweit auf eine neue Basis stellen. Doch\u00a0 nach dem Untergang des sowjetischen Kommunismus und der Ostblockstaaten blieb nicht viel mehr \u00fcbrig, als zu konstatieren, dass die Welt eben vuka ist.<a name=\"_ftnref8\"><\/a><sup>[8]<\/sup>Milit\u00e4risch, politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich&#8230;, kein Gedanke blieb mehr, was er vielleicht bis dato mal war \u2013 eine emotionale St\u00fctze, vielleicht seelischer Halt oder Grundlage einer irgendwie gearteten, nicht selten ideologisch gef\u00e4rbter Gewissheit. Die Welt tickte vollkommen anders \u2013 und mittlerweile vollst\u00e4ndig digital.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Mediation, die ein ernsthaftes Angebot f\u00fcr die individuellen, sozialen und gesellschaftlichen Konfliktlagen in der Welt sein m\u00f6chte, wird es deshalb weiterhin nicht an Gelegenheiten mangeln, sich zu bew\u00e4hren, ganz im Gegenteil. Doch offensichtlich muss sie ihr Selbstverst\u00e4ndnis, ihre Strategie und ihr Potenzial ebenso vorbehaltlos auf den Pr\u00fcfstand stellen. Ich will meinen, dass es nicht ausschlie\u00dflich darum geht, dass es um verbesserte \u00dcberzeugungsarbeit bei den Konfliktparteien geht. Mir scheint, es geht eher darum, die eigenen Gewissheiten zu hinterfragen und neu zu justieren.<\/p>\n<p>Doch was bedeutet es konkret, mit vukaesken Umst\u00e4nden umgehen zu m\u00fcssen? <strong>VUKA ist ein Akronym aus V-olatilit\u00e4t, U-ngewissheit, K-omplexit\u00e4t und A-mbiguit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Volatil<\/strong>\u00a0<\/em>bedeutet, dass die Welt sich f\u00fcr den Einzelnen vermehrt sprunghaft \u00e4ndert und infolge unserer Konnektivit\u00e4t mit globalen Einfl\u00fcssen und Auswirkungen verst\u00e4rkt umzugehen ist. Wir lesen amerikanische oder chinesische Nachrichten, weil sie f\u00fcr unseren n\u00e4chsten Schritt heute schon Bedeutung erlangen k\u00f6nnen. Wohl dem, der in einer solchen Welt vorgesorgt hat. Konflikte halten dazu an. Volatilit\u00e4t fordert verst\u00e4rkt <em><strong>Antizipationsprozesse<\/strong>,<strong> Dinge heute zu tun, damit sie morgen bei Bedarf zur Hand sind<\/strong><\/em><strong>.<\/strong> Mediationen, so scheint mir, muss das bei der Konfliktbearbeitung beachten. Und sie eignet sich daf\u00fcr.<\/p>\n<p><em><strong>Ungewissheit<\/strong>\u00a0<\/em>bedeutet, dass selbst in allt\u00e4glichen Fragen niemand mehr den \u00dcberblick hat. Die Kultur des Zweifels hat sich aus der Wissenschaftswelt ausgebreitet in die Alltagswelt. Moderne Wissenschaft trat mit dem revolution\u00e4ren Anspruch auf, nichts zu wissen und alles in Zweifel zu ziehen, nachvollziehbare Beweise zu erheben und sich bewusst auf Zwischenergebnisse zu verlassen \u2013 bis ein Gegenbeweis erfolgt ist. Heute gibt es keinen Bereich, der nicht diesem Element wissenschaftlicher Kultur unterliegt. Das ruft auch Unsicherheit hervor. Und es erscheint paradox, dass heutzutage allerorts auf Wissenschaftlichkeit Wert gelegt wird, gerade in der Annahme, Sicherheit und Seriosit\u00e4t zu erlangen. Dabei kann die Geschichte der Wissenschaft, vor allem eines zeigen: Notwendig ist souver\u00e4ne Umgang mit Ungewissheit. Sie gilt es auszuhalten und ihr Annahmen stets aufs Neue zu testen. Das geht nur mit einer <em><strong>konstruktiven Fehlerkultur<\/strong>, <\/em>die nicht zu Katastrophen, sondern zu Korrekturen f\u00fchrt. Fehler kommt vom Fehlenden, nicht vom Falschen. Genau daf\u00fcr kann Mediation Raum bieten, aber er muss ein Raum des mutigen Testens, Experimentierens sein und deutlich machen, dass wir an der Vorl\u00e4ufigkeit arbeiten, nicht an der Endg\u00fcltigkeit. Konfliktl\u00f6sungen k\u00f6nnen nicht mehr den gro\u00dfen Wurf vorbereiten oder dem Konflikt \u201eauf den Grund gehen\u201c. Mediation kann hier durchaus <strong><em>verst\u00e4rkt Agilit\u00e4t anbieten<\/em>.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Komplexit\u00e4t <\/em><\/strong>l\u00e4sst uns die geltenden Regeln der sozialen Welt nicht mehr durchschauen, wir erlangen keine letztg\u00fcltige Gewissheit mehr. Das mag uns nicht von fr\u00fcheren Zeiten unterscheiden, was es aber tut, ist das Wissen darum. Wir wissen, dass wir steigende soziale, dynamische und emergente Komplexit\u00e4t<a name=\"_ftnref9\"><\/a>[9]verursachen und mit den Konsequenzen umgehen werden. Die Welt ist zu komplex, verh\u00e4lt sich also weder berechenbar noch vorhersagbar. Sie ist der Anlass, weshalb Mediation sinnvoll ist &#8211; die gleichberechtigte Bearbeitung des Konflikts im gemeinsamen Kontext, so dass die <em><strong>vielschichtigen Perspektiven<\/strong><\/em> und Andersartigkeiten der Beteiligten Geh\u00f6r und Zugang in die gemeinsame Konfliktbearbeitung finden.<\/p>\n<p><em><strong>Ambiguit\u00e4t<\/strong>\u00a0<\/em>beschreibt die Widerspr\u00fcchlichkeit der Welt. Informationen &#8211; auch wahre &#8211; sind stets\u00a0 mehrdeutig und widerspr\u00fcchlich in sich. Mediationen bieten die M\u00f6glichkeit, diese <em><strong>Mehrdeutig- und Widerspr\u00fcchlichkeiten kommunikativ zu tolerieren<\/strong> <\/em>und ihre Bedeutungen f\u00fcr die strategische Konfliktbearbeitung zu nutzen. Ambiguit\u00e4t erm\u00f6glicht und erzwingt Perspektivenwechsel.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>2. Thesen<\/h2>\n<p>Nun stellt sich die Frage, wie die Mediationsbewegung auf diese Herausforderungen reagier? Hier m\u00f6chte ich zwei Ansatzpunkte thesenartig in die Diskussion f\u00fchren.<\/p>\n<p>Einerseits muss Mediation ihr Alleinstellungsmerkmal unter den drittgest\u00fctzten Konfliktmanagementverfahren in den Fokus ihrer Arbeit r\u00fccken: , n\u00e4mlich dass sie angesichts eines eskalierten Konflikts die M\u00f6glichkeit bietet, strategisch eine angemessene L\u00f6sung zu erarbeiten. Andererseits geht es f\u00fcr die Mediation wohl auch darum, ihre geistesgeschichtlichen Wurzeln umfassender zu erkunden und gewisserma\u00dfen zu akzeptieren. Die (\u00dcber-?)Betonung psychologischer L\u00f6sungsangebote im Geiste der Humanistischen Psychologie erscheint zunehmend einseitig belastend. Als L\u00f6sungsinstrument des 20. Jahrhunderts f\u00fcr Probleme, die aus den Konventionen des 19.\u00a0Jahrhunderts herr\u00fchren, ist die Humanistische Psychologie allein nicht in der Lage, die gesellschaftlichen Problem- und Konfliktstellungen im 21. Jahrhunderts anzugehen.<\/p>\n<p>Daraus folgen zwei Thesen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>These 1 \u2013<\/strong>Die Mediation bietet die M\u00f6glichkeit, <strong><em>explizit mit der (vorgestellten) Zukunft Auswege aus dem aktuellen Konflikt zu erarbeiten<\/em><\/strong>. Hierf\u00fcr kann sie die Erfahrungen der systemischen Organisationsberatung aufgreifen und f\u00fcr den Mediationsprozess verarbeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>These 2 &#8211;<\/strong>Das L\u00f6sungsangebot der Mediation, das \u201eHeil\u201c f\u00fcr sich und die Konfliktparteien in der Emotionsarbeit zu finden, vernachl\u00e4ssigt den zweiten gro\u00dfen Ideenstrang der Mediationsentwicklung, der sich buchst\u00e4blich im Konzept der \u201eKuchenvergr\u00f6\u00dferung\u201c manifestiert. Die mit den Schlagworten <strong>\u201eEntdeckung der Zukunft\u201c<\/strong> und <strong>\u201eEntwicklungen im Fr\u00fchkapitalismus\u201c<\/strong> umrissene geistesgeschichtliche Tradition gilt es, f\u00fcr die Mediation aufzuarbeiten und fruchtbar zu machen. <a name=\"_ftnref10\"><\/a>[10]<\/li>\n<\/ul>\n<h2><\/h2>\n<h2><strong>3. Erl\u00e4uterungen<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>a) Die Konfliktparteien m\u00fcssen mit ihrer Zukunft rechnen, statt sich nur eine zu w\u00fcnschen!<\/strong><\/h3>\n<p>Erst wenn Mediation die Zukunft als Reflexionskategorie f\u00fcr die Konfliktbearbeitung in den Blick nimmt, statt lediglich zukunfts<em>orientiert<\/em>zu arbeiten, wird sie sich von anderen Konfliktmanagementangeboten abheben.<\/p>\n<p>Zukunftsorientierung in dem Sinne, dass der Konflikt f\u00fcr eine bessere Zukunft bearbeitet wird, reicht nicht aus, um den Mehrwert von Mediation zu generieren. In diesem Sinne ist jedes Konfliktmanagementverfahren zukunftsorientiert. Noch nie ist jemand in den Krieg oder vor Gericht gezogen, um die Vergangenheit zu \u00e4ndern. Es geht \u201eimmer irgendwie\u201c um die Zukunft.<\/p>\n<p>Was RichterInnen und MediatorInnen diesbez\u00fcglich unterscheidet, ist das kommunikative Instrumentarium. RichterInnen steuern die emotionale Ebene vielleicht nicht direkt an, aber ein Einfluss durch das Urteil ist auch nicht ausgeschlossen. RichterInnen m\u00fcssen den Konflikt eben an einem gesetzlichen Ma\u00dfstab messen. Und im Gesetz haben Emotionen nicht den dominanten und expliziten Platz einger\u00e4umt bekommen wie das in der Mediation gelehrt wird. Das ist manchmal von Vorteil und manchmal nicht. Das Missverst\u00e4ndnis lauert aber dort, wo eine unbedeutende Differenzlinie \u00fcberbetont wird.<\/p>\n<p>Dass RichterInnen und MediatorInnen unterschiedlich mit Emotionen umgehen, ist evident, aber aus der Perspektive des Konfliktmanagements nicht bedeutsam. Beide agieren f\u00fcr eine bessere Zukunft, keiner will die Vergangenheit \u00e4ndern oder leugnen. Beide zielen auf eine \u201egerechtere\u201c Gegenwart und Zukunft. Die einen verordnen diese, die andere lassen ordnen, weil sie meinen, dadurch wird diese Ordnung stabiler. Ob das so ist, kann hier dahinstehen, es kommt auf etwas anderes an: Auch wenn MediatorInnen andere Ma\u00dfst\u00e4be benutzen und der Kommunikationsprozess anders &#8211; vielleicht harmonischer &#8211; verl\u00e4uft: Letztlich erwachsen daraus auch \u201eblo\u00df\u201c Ausgleichsma\u00dfnahmen, die die Parteien freiwillig durchf\u00fchren und vereinbaren. Ein Beispiel mag das verdeutlichen: Entwickelt sich im Mediationsprozess eine Entschuldigungssituation, etwa auf der Grundlage\u00a0 der gewaltfreien Kommunikation (Rosenberg) oder des Vier-Ohren-Modells (Schulz von Thun), mag sich der Streit beruhigen und alle Beteiligten m\u00f6gen durchaus herzerw\u00e4rmt und zufrieden nach Hause gehen. Das ist ein Erfolg, eine erfolgreiche Mediation. Vor Gericht wird nicht auf die Entschuldigung hingearbeitet, sondern eine anderer Ansatz f\u00fcr den Ausgleich verfolgt, eben weil es nicht nur um die Konfliktakteure geht, sondern auch um die Konfliktbetroffenen im Umfeld. Dennoch, der Zeitbezug ist identisch: \u00a0Eine Unebenheit, die in der Vergangenheit aufgekommen war, \u00a0wird ausgeglichen. Die spezifischen Konsequenzen der KM-Verfahren (Gericht oder Mediation) bleiben Ausgleichsma\u00dfnahmen. Es macht <em>strukturell<\/em><em>keinen<\/em><em>Unterschied<\/em>f\u00fcr den Zeitbezug des Konfliktmanagementansatzes, ob RichterInnen nun wegen einer vergangenen Beleidigung verurteilen oder es in der Mediation zu einer Entschuldigung kommt.\u00a0 In beiden wurde zukunftsorientiert agiert.<a name=\"_ftnref11\"><\/a>[11]<\/p>\n<p>Was Mediation indes er\u00f6ffnen kann, ein Gericht aber nie, ist, dass die Konfliktentscheidung selbst mit der Zukunft rechnet, dass die Entscheidung auf F\u00fc\u00dfe gestellt wird, die bereits einen Abdruck in der (vorgestellten) Zukunft hinterlassen haben. Das w\u00e4re eine strategische Vorgehensweise, bei der der Konflikt Beziehungsaktualisierungen veranlasst \u2013 ob nun im pers\u00f6nlichen oder im organisationalen Bereich. Damit w\u00fcrde ein Konflikt nicht mehr als Fehler im System erscheinen, sondern eine fehlende Feinjustierung kennzeichnen. Das w\u00e4re den Umst\u00e4nden und Bedingungen in einer vukaesken Umwelt angemessen. Damit w\u00fcrde die Mediation den Anforderungen an ein Konfliktmanagementinstrumentarium in einer\u00a0<strong>\u201eONLIFE-Gesellschaft\u201c<\/strong> (Floridi) gerecht, das weniger mit den L\u00f6sungsangeboten des 20. Jahrhunderts wuchert.<\/p>\n<h3><strong>b) Das strategische Element<\/strong><\/h3>\n<p>Was kennzeichnet jedoch dieses strategische Element? Strategie befasst sich explizit mit zukunftsorientierten, nicht selten \u00fcberlebensrelevanten Fragestellungen eines sozialen Systems.Strategie reizt zu \u00dcberlegungen, welche Entwicklung w\u00fcnschenswert und welche Zukunft erstrebenswert ist.<a name=\"_ftnref12\"><\/a><sup>[12]<\/sup>Dabei gilt es \u2013 in einem ersten Schritt &#8211; zu beachten, nicht einfach die tagesaktuellen W\u00fcnsche an die Zukunft zu benennen, sondern ein <em>\u201eBild aus der Zukunft\u201c\u00a0<\/em>heraus entstehen zu lassen. Im zweiten Schritt lassen sich dann systemangemessene Operationen planen: Wie kommen wir von hier dorthin? Was m\u00fcssen wir in die Wege leiten, um (\u00fcber-)morgen dort zu sein? Welche Stolpersteine lauern auf diesen Wegen? Welche Erfahrungen haben wir diesbez\u00fcglich miteinander bereits gemacht (&#8230;hier spielt die Vergangenheit eine Rolle!)?<\/p>\n<p>Doch wie gelangen derartige strategische Elemente in eine konfliktveranlasste Mediation? Ist das \u00fcberhaupt f\u00fcr eine Mediation angemessen? Nun, das h\u00e4ngt zun\u00e4chst konkret vom Auftrag ab, der verhandelbar ist. Von allein bzw. allein durch die Konfliktparteien wird es nicht passieren. Denn Mediation wird weder darunter verstanden noch damit beworben. Das h\u00e4ngt mit dem aktuellen Selbstverst\u00e4ndnis von Mediation zusammen (dazu der 2. Teil des Beitrags).<\/p>\n<p>Das strategische Element muss durch MediatorInnen aktiviert werden. Greifen sie nicht weiter in die Zukunft aus und holen sie sie nicht in die gegenw\u00e4rtige Kommunikation, bleibt sie links liegen \u2013\u00a0und die Mediation ist bestenfalls eine angenehme, emotional mitunter durchaus interessante Schlichtung. Holt der Mediator allerdings die Zukunft in die gegnew\u00e4rtige Konfliktkommunikation, sch\u00f6pft er das Potenzial aus, das ihm als Mediator nicht selten auch zugestanden wird.<\/p>\n<p>Methodisch kann die Mediation auf die Erfahrungen der organisationalen Strategieberatung zur\u00fcckgreifen \u2013\u00a0was auch bereits zum Teil geschieht.<a name=\"_ftnref13\"><\/a><sup>[13]<\/sup>Besonders lohnenswert scheint m.E. hier der Weg durch das \u201eU\u201c zu sein, wie ihn <em>Otto Scharmer <\/em>in seinem Organisationsentwicklungsansatz \u201eTheory U\u201c<a name=\"_ftnref14\"><\/a><sup>[14]<\/sup>formuliert hat. \u00dcbrigens ein Ansatz, der seinen Ausgangspunkt im Konfliktmanagement nahm und von <em>Friedrich\u00a0<\/em><em>Glasl <\/em>und\u00a0<em>Dirk Lemson <\/em>entwickelt wurde<a name=\"_ftnref15\"><\/a><sup>[15]<\/sup>. Damit k\u00f6nnte die strategische Mediation durchaus in Unternehmen und Organisationen aussichtsreiche Chancen haben, sich als ernsthafte Konfliktmanagementmethode zu etablieren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<h3><strong>\u00a0<\/strong><strong>Wir wollten doch den Kuchen vergr\u00f6\u00dfern, und uns nicht nur gut beim Backen unterhalten!<\/strong><\/h3>\n<\/blockquote>\n<p>Was mit der geradewegs kapitalistischen Idee der Kuchenvergr\u00f6\u00dferung geschehen ist und weshalb die Mediation davon profitieren kann, sich auf diesen geistesgeschichtlichen Strang zu besinnen, wird im zweiten Teil dieses Beitrags behandelt.\u00a0Statt den Kuchen vergr\u00f6\u00dfern zu wollen, ging es der Mediation vor allem um harmonisches Backen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-content-boxes content-boxes columns row fusion-columns-1 fusion-columns-total-1 fusion-content-boxes-1 content-boxes-icon-boxed content-left\" style=\"--awb-title-color:#607d8b;--awb-iconcolor:#b4c6d6;--awb-margin-top:30px;--awb-margin-bottom:30px;--awb-hover-accent-color:#607d8b;--awb-circle-hover-accent-color:#607d8b;--awb-item-margin-bottom:40px;\" data-animationOffset=\"top-into-view\"><div style=\"--awb-backgroundcolor:#b4c6d6;--awb-iconcolor:#b4c6d6;\" class=\"fusion-column content-box-column content-box-column content-box-column-1 col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 fusion-content-box-hover content-box-column-last content-box-column-last-in-row\"><div class=\"col content-box-wrapper content-wrapper-background content-wrapper-boxed link-area-link-icon link-type-button icon-hover-animation-fade\" data-animationOffset=\"top-into-view\"><div class=\"heading heading-with-icon icon-left\"><a class=\"heading-link\" href=\"https:\/\/inkovema.de\/mediationsausbildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><div class=\"icon\"><i style=\"border-color:#81a0b8;border-width:1px;background-color:#d62f31;box-sizing:content-box;height:60px;width:60px;line-height:60px;top:-80px;margin-left:-30px;border-radius:50%;font-size:30px;\" aria-hidden=\"true\" class=\"fontawesome-icon fa-info-circle fas circle-yes\"><\/i><\/div><h2 class=\"content-box-heading fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--h2_typography-font-size:18px;--fontSize:18;line-height:1.5;\">Ausbildung in Mediation<\/h2><\/a><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><div class=\"content-container\">\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig finden Ausbildungen in (strategischer) Mediation in Leipzig statt. Hier informieren und einfach anmelden.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><a class=\"fusion-read-more-button fusion-content-box-button fusion-button button-default fusion-button-default-size button- button-flat\" href=\"https:\/\/inkovema.de\/mediationsausbildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span class=\"fusion-button-text\">Mehr Informationen hier...<\/span><\/a><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><div class=\"accordian fusion-accordian\" style=\"--awb-border-size:1px;--awb-icon-size:13px;--awb-content-font-size:18px;--awb-icon-alignment:left;--awb-hover-color:#b4c6d6;--awb-border-color:#b4c6d6;--awb-background-color:#ffffff;--awb-divider-color:#e0dede;--awb-divider-hover-color:#e0dede;--awb-icon-color:#ffffff;--awb-title-color:#356b8c;--awb-content-color:#4f4f4f;--awb-icon-box-color:#004767;--awb-toggle-hover-accent-color:#666666;--awb-title-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-title-font-weight:regular;--awb-title-font-style:normal;--awb-title-font-size:16px;--awb-content-font-family:&quot;Rubik&quot;;--awb-content-font-style:normal;--awb-content-font-weight:300;\"><div class=\"panel-group fusion-toggle-icon-boxed\" id=\"accordion-3243-2\"><div class=\"fusion-panel panel-default panel-95a5af1a7043ab1d7 fusion-toggle-no-divider fusion-toggle-boxed-mode\"><div class=\"panel-heading\"><h4 class=\"panel-title toggle\" id=\"toggle_95a5af1a7043ab1d7\"><a aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"95a5af1a7043ab1d7\" role=\"button\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-3243-2\" data-target=\"#95a5af1a7043ab1d7\" href=\"#95a5af1a7043ab1d7\"><span class=\"fusion-toggle-icon-wrapper\" aria-hidden=\"true\"><i class=\"fa-fusion-box active-icon awb-icon-minus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><i class=\"fa-fusion-box inactive-icon awb-icon-plus\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/span><span class=\"fusion-toggle-heading\">Ver\u00f6ffentlichungshinweis<\/span><\/a><\/h4><\/div><div id=\"95a5af1a7043ab1d7\" class=\"panel-collapse collapse \" aria-labelledby=\"toggle_95a5af1a7043ab1d7\"><div class=\"panel-body toggle-content fusion-clearfix\">\n<p>ver\u00f6ffentlicht in: Spektrum der Mediation 70\/2017, S. 18 ff.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><h3><em>Fussnoten und Literatur<\/em><\/h3>\n<p><em><a name=\"_ftn1\"><\/a><sup>[1]<\/sup>Zum Download vom Bundesjustizministerium bereitgestellt unter <a href=\"https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/StudienUntersuchungenFachbuecher\/Evaluationsbericht_Mediationsgesetz.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/StudienUntersuchungenFachbuecher\/Evaluationsbericht_<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/StudienUntersuchungenFachbuecher\/Evaluationsbericht_Mediationsgesetz.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">Mediationsgesetz.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn2\"><\/a><sup>[2]<\/sup>H\u00f6land\/Meller-Hannich: Nichts zu klagen? Der R\u00fcckgang der Klageeingangszahlen in der Justiz. M\u00f6gliche Ursachen und Folgen, Baden-Baden 2016.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn3\"><\/a><sup>[3]<\/sup>Siehe FAZ vom 3.8.17, online abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/justiz-richter-ohne-klaeger-15135311.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/justiz-richter-ohne-klaeger-15135311.html<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn4\"><\/a><sup>[4]<\/sup>Rottleuthner, Prozessflut und Prozessebbe, in: H\u00f6land\/Meller-Hannich, Nichts zu klagen, 2016, S. 103.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn5\"><\/a><sup>[5]<\/sup>Natter, Die Arbeitsgerichtsbarkeit in Baden-W\u00fcrttemberg, in: H\u00f6land\/Meller-Hannich, Nichts zu klagen, 2016, S. 46.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn6\"><\/a><sup>[6]<\/sup>Rottleuthner, Prozessflut und Prozessebbe, in: H\u00f6land\/Meller-Hannich, Nichts zu klagen, 2016, S. 110.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn7\"><\/a>[7]Zu m\u00f6glichen Ursachen siehe ausfrl. Weigel, S. INKOVEMA-Blog: https:\/\/inkovema.de\/blog\/rueckgang-der-klageeingangszahlen-bei-deutschen-gerichten\/<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn8\"><\/a><sup>[8]<\/sup>Ausf\u00fchrlich zum VUKA-Konzept Guwak\/Strolz, Die vierte Kr\u00e4nkung, Berlin 2012.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn9\"><\/a>[9]Dazu immer noch lesenswert Otto Scharmer, Theorie U \u2013 Von der Zukunft her f\u00fchren, Heidelberg 2011.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn10\"><\/a>[10]Da diese sozialhistorischen Entwicklungen eine umfangreichere Nachzeichnung ben\u00f6tigen, wird dies in einem zweiten Beitrag, voraussichtlich im kommenden Heft der Spektrum der Mediation, erfolgen.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn11\"><\/a>[11]Inwieweit die Zukunft tats\u00e4chlich friedlich gestaltet wird, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen und h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich davon ab, was die Parteien gelernt haben. Unbestreitbar aus historischer Sicht ist zumindest, dass die Menschen dank des staatlichen Rechts unfassbar umfassende Lernprozesse weltweit absolviert haben \u2013 und friedlicher miteinander umgehen (Dazu umfassend Pinker, Steven: Gewalt \u2013 Eine neue Geschichte der Menschheit, 2012). Einen solchen evidenten Beweis hat die Mediation noch nicht erbringen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn12\"><\/a><sup>[12]<\/sup>Instruktiv dazu Nagel, R. \/ Wimmer, R.: Einf\u00fchrung in die systemische Strategieentwicklung, Heidelberg 2015.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn13\"><\/a><sup>[13]<\/sup>Vgl. etwa Faller, K.: Konfliktfest durch Systemdesign, Stuttgart 2014, auch Gl\u00e4\u00dfer \/ Kirchhoff \/ Wendenburg, Konfliktmanagement in der Wirtschaft, Baden-Baden 2014.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn14\"><\/a><sup>[14]<\/sup>Scharmer, C. O.:Theorie U. Von der Zukunft her f\u00fchren, Original 2007, Heidelberg 2011.<\/em><\/p>\n<p><em><a name=\"_ftn15\"><\/a><sup>[15]<\/sup>Dazu Glasl, Prozesse der Organisationsentwicklung, in: F. Glasl und L. Houssaye (Hrsg.), Organisationsentwicklung. Bern, 1975.<\/em><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":7911,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[178,94,93,96,98,99],"tags":[64,15],"class_list":["post-3243","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-konfliktmanagement","category-konzepte-fuer-die-mediation","category-mediation-in-und-fuer-organisationen","category-mediationsstile","category-meine-meinung","tag-mediation-in-organisationen","tag-strategische-mediation"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v26.2 (Yoast SEO v26.5) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Die strategische Mediation - Teil 1: Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen \u00fcberf\u00e4lligen Perspektivwechsel - INKOVEMA - 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Rechtsanwalt lizenzierter Ausbilder f\u00fcr Mediation (BM) und lehrender Transaktionsanalytiker unter Supervision f\u00fcr den Bereich Organisation (PTSTA-O) sowie Senior Coach DBVC - ber\u00e4t, coacht, bloggt und podcastet hier zu Mediation und Konfliktmanagement in Zeiten der Digitalen Transformation. Seit 2026 Mitherausgeber der Fachzeitschrift KonfliktDynamik. Begr\u00fcnder der Elemente der Mediation (www.elemente-der-mediation.de) sowie Inhaber von INKOVEMA. Begeisterter Fernwanderer und Fussballfan, der aktuell den Vaterfreuden den Vorrang einr\u00e4umt - so gut er kann. 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